Warum ist genau dieses Pferd oder dieser Hund bei dir?

Warum ist genau dieses Pferd oder dieser Hund bei dir?

Hast du dich schon mal gefragt, warum genau dieses Pferd oder dieser Hund bei dir ist?

 

Ich finde die Frage extrem hilfreich. Sie führt automatisch zu Ideen, was du durch genau dein Pferd oder deinen Hund lernen kannst. Du bekommst von deinem Tier Antworten darauf, wie du dich weiterentwickeln, eigene Grenzen überschreiten und innere Blockaden auflösen kannst.

 

Auch wenn sich das vielleicht auf den ersten Eindruck selbstsüchtig anhört, wie einer von vielen Wegen, sich selbst zu optimieren und das Tier als Tool dafür zu nutzen, ist das meiner Meinung nach nicht so.

 

Denn mit dieser Frage kannst du auch deinem Pferd oder deinem Hund helfen, sich weiterzuentwickeln, innere Blockaden zu lösen und eigene Grenzen zu überschreiten, also ein insgesamt glücklicheres und zufriedeneres Leben zu führen. Denn du und dein Pferd oder dein Hund, ihr habt so eine enge Verbindung, dass eine Entwicklung des einen automatisch Auswirkungen auf den anderen hat.

 

 

Dir zu überlegen, was genau du durch dein Tier lernen kannst, ist wesentlich hilfreicher, als darüber nachzudenken, wie man ein unliebsames Verhalten bei seinem Tier abstellen kann. Damit ist es auch ein ganz anderer Ansatz als in den meisten Trainingsmethoden.

Klassische Trainingsmethoden orientieren sich vor allem am Nutzen für den Menschen

 

Im klassischen Tiertraining geht es in erster Linie darum: wie kann ich das Tier dazu bringen, dass es sich so verhält, dass es für mich von Vorteil ist?

 

Das Pferd weigert sich in die Reithalle zu gehen? Wie schaffe ich es, dass es das leicht und friedlich tut? (…damit ich endlich das machen kann, was ich eigentlich will, nämlich Lektionen üben.)

 

Der Hund bellt fremde Hund lautstark an? Was kann ich tun, damit er das unterlässt? (Damit ich entspannt spazieren gehen kann und es vor allem nicht mehr so ein peinlicher Spießrutenlauf ist.)

 

Aber wenn dich ein ganz besonderer Ehrgeiz oder ein anderes nicht steuerbares Gefühl packt oder dich ein Gefühl oder Verhalten deines Tiers extrem triggert, dann ist das IMMER ein deutliches Zeichen dafür, dass hier eins deiner eigenen Themen berührt wird. Und es ist für dich und dein Tier lohnender und interessanter, dieser Spur zu folgen anstatt im reinen Verhaltenstraining zu bleiben.

Verhalten trainieren vs. Verhalten verstehen

 

 

 

Pferde und Hunde können natürlich durch Konditionierung dazu gebracht werden, sich sozial bequem zu verhalten.

Pferd scheut aus geöffnetem Tor

Dem Pferd wird die Umkehr an der Halle so lange unbequem gemacht, bis es lieber reingeht anstatt die unbequemen Maßnahmen auf sich zu nehmen. Es lernt, dass es keine Wahl hat.

 

Der Hund wird so mit Leckerlies abgelenkt werden, dass seine ganze Wahrnehmung nur noch darauf ausgerichtet ist. Er nimmt in dieser Situation seine restliche Umwelt gar nicht mehr wahr.

 

In beiden Fällen wurden die Tiere aber mit ihren Bedürfnissen nicht ernst genommen. Es wurde ihnen nicht wirklich zugehört.

 

Ja, beides ist nicht nur bei Tieren ein gängiges Vorgehen: Sternchen sammeln für gutes Verhalten oder gute Leistungen in der Schule entsprechen dem gleichen Muster. Auch hier geht es um Bequemlichkeit, um Anpassung an gängige Normen  und dem einzelnen Kind wird nicht ausreichend zugehört.

Um eine gute Zuhörer*in zu werden, ist es hilfreich, dich selbst zu kennen

 

Um die Bedürfnisse eines anderen wirklich zu verstehen, müssen wir die Fähigkeit besitzen, vorurteilsfrei und offen zuzuhören (mit Zuhören meine ich immer wahrnehmen auf allen Ebenen).

 

Voraussetzung dafür ist es, dass du dich selbst, deine eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle kennst. Nur so wirst du dein Gegenüber nicht durch die gefärbte Brille deiner eigenen Themen sehen.

 

Diesen kommst du gut auf die Spur, wenn du dich fragst, was du durch dieses Verhalten von deinem Tier lernen darfst.

 

Wenn du z.B. sehr ungeduldig wirst, weil dein Pferd einfach nicht in die Reithalle gehen will: kennst du diese Ungeduld auch aus anderen Lebenssituationen? Und führt sie dich dort zum Erfolg? Damit meine ich nicht den äußeren Erfolg in Form von Anerkennung oder Geld, sondern den inneren Erfolg in Form von einem guten inneren Gefühl, einer inneren Zufriedenheit mit dir selbst. Wo hat dir diese Ungeduld in deinem bisherigen Leben geholfen? Wo hat sie dich behindert?

Fotos Blog hoch

Oder wenn es dir so peinlich ist, dass dein Hund sich noch nicht sozial kompatibel verhält. Wo sonst in deinem Leben möchtest du auch nicht unangenehm auffallen?

Wo passt du dich an? Was ist der Preis, den du für diese Anpassung gezahlt hast?

Gibt es eine Seite in dir, die sich wünscht, sich mal unangepasst zu verhalten? In welchen Lebensbereichen schränkst du dich dadurch ein, dass dir vor allem die Meinung anderer Menschen wichtig ist?

Du siehst an diesen Beispielen, wie schnell du durch das Verhalten von deinem Tier bei deinen eigenen Themen bist.

Im Verhalten von deinem Pferd oder deinem Hund zeigen sich deine eigenen Lebensthemen

 

Je mehr davon du kennst, auflöst und entwirrst, desto mehr hilfst du auch deinem Tier. Denn jedes nicht erkannte Thema von dir macht dein Verhalten, deine Ausstrahlung und deine Energie schwammig und unklar.

 

Je besser du deine eigenen Themen kennst und eine klare Haltung dazu entwickelst, desto klarer wirst du auch deinem Pferd oder deinem Hund gegenüber wirken und agieren.

 

Deshalb ist es so hilfreich, dir die Frage zu stellen: was genau kann ich von diesem Hund oder diesem Pferd lernen. Denn mit der Antwort gibst du auch ihm den Raum, ich selbst freier entfalten und in diesem sicheren Raum lernen zu können.

 

So helft ihr euch gegenseitig, wenn du den Mut hast, aus der einschränkenden Perspektive des Verhaltenstrainings auszusteigen und stattdessen zu fragen:

 

Was genau, kann ich von diesem Pferd oder von diesem Hund lernen?

Du willst eine Problem-Situation mit deinem Pferd oder deinem Hund ganz konkret betrachten und neue Perspektiven dafür entwickeln?

 

Genau dafür habe ich den SPIEGEL-TEST entwickelt:

 

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit der du strukturiert vorgehen und ganz klar verstehen kannst, was dein Tier dir sagen will.

 

Wie dein Pferd oder dein Hund dir deine inneren Blockaden spiegeln

Wie dein Pferd oder dein Hund dir deine inneren Blockaden spiegeln

Dein Pferd oder dein Hund spiegelt dir deine inneren Blockaden meist schon, bevor du sie selbst bemerkst. Daher kann dein Tier dir so gut dabei helfen, eine innere Blockade überhaupt erst einmal zu entdecken. Die Tiere zeigen das Thema praktisch im Außen.

 

Wenn du diese Blockade für dich selbst löst, hilfst du damit nicht nur dir, sondern auch deinem Pferd oder deinem Hund, die unter diesem Thema genauso leiden wie du, wenn sie eng mit dir verbunden sind. (Wenn du die Verbindung mit deinem Tier noch weiter vertiefen willst, dann lies hier weiter.)

 

Was ist eine innere Blockade?

Eine innere Blockade hält dich von dem ab, was du tun willst und von der Person, die du sein willst. Sie schränkt dich in deiner Ausdrucksweise im Leben ein. Sie hindert dich daran, in deine volle Kraft zu kommen. Daher ist es für die eigene Zufriedenheit so wichtig, Blockaden zu entdecken und aufzulösen. Gleichzeitig bist du auch für dein Tier ein entspannterer und angenehmerer Partner, je klarer du bist und je mehr du mit dir selbst verbunden bist.

 

Eine innere Blockade kann sich auf mentaler, körperlicher und emotionaler Ebene zeigen und sehr oft auf allen gleichzeitig. Tricky ist es, weil sie sich in der Regel nicht direkt zeigt und daher gar nicht so leicht wahrnehmbar ist.

 

Eine innere Blockade ist wie eine verschlossene Tür, von der du den Schlüssel nicht mehr findest. In vielen Fälle bemerkst du sogar gar nicht, dass dort überhaupt eine Tür ist nach deren Schlüssel du suchen könntest.

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Wie zeigen sich die Blockaden auf mentaler, körperlicher und emotionaler Ebene?

 

Blockaden auf mentaler Ebene sind z.B. Glaubenssätze. Das sind Sätze, von denen wir absolut überzeugt sind, dass sie so stimmen. Diese Sätze können sich auf dich selbst beziehen: „Das schaffe ich nicht“, „das kann nur ein erfahrener Trainer“, „ich bin halt ein introvertierter Typ“, „das kann ich in meinen Alter nicht mehr lernen“.

Es können auch vermeintlich allgemeingültige Aussagen sein: „Für Turnierreiter*innen sind ihre Pferd nur ein Sportgerät“, „Freizeitreiter*innen reiten alle auf durchhängenden Rücken durch die Gegend“; „Die Wattebäuschchenwerfer*innen können ihren Hund nur wegen der Leckerlis bei sich halten“.

 

Innere Blockaden auf körperlicher Ebene:
Da Körper, Geist und Seele untrennbar zusammenhängen, können sich alle Blockaden auch auf körperlicher Ebene zeigen. Körperliche Signale können Krankheiten sein, Schmerzen an bestimmten Körperstellen oder als erstes Anzeichen ein störendes Gefühl in einer Körperregion.

Auf emotionaler Ebene zeigen sich innere Blockaden z.B. als wiederkehrende Gefühle wie Angst, Unsicherheit, Selbstzweifel, Befürchtungen oder auch durch verdrängte Gefühle. In den letzten beiden Fällen musst du wie oben beschrieben, die Tür erst einmal entdecken, bevor du sie öffnen kannst.

 

Eine innere Blockade ist die Meisterin der Tarnung und des Versteckens und hier kommt dein Pferd oder Hund ins Spiel.

 

Wie dein Pferd oder dein Hund dir deine inneren Blockaden zeigt

 

Dein Pferd oder dein Hund kann deine inneren Blockaden auf verschiedenen Wegen und verschiedenen Ebenen zeigen.

Pferd scheut aus geöffnetem Tor

Dein Tier spiegelt deine Gefühle, deine Gedanken und dein Verhalten unmittelbar:

Z.B.:
Dein Pferd oder Hund reagiert immer mal wieder explosiv  ➡️  du spürst bei dir selbst auch viele unterdrückte Gefühle und selbst wenn du vielleicht nach außen hin ruhig bleibst, rumort es in deinem Inneren oft kräftig.

Dein Pferd oder dein Hund ist kraftlos, wenig interessiert und manchmal apathisch  ➡️  du fühlst dich vom Leben oft überfordert, hast das Gefühl, dass deine Handlungen nichts bewirken und musst dich oft richtig aufraffen, um aktiv zu werden.

 

Es gibt ein Thema, bei dem du mit deinem Tier einfach nicht weiterkommst, obwohl du auf bewusster Ebene alles dafür tust:

Z.B.: obwohl du meditierst, Achtsamkeitsübungen machst und regelmäßig in die Hundeschule gehst, regt dein Hund sich bei Hundebegegnungen nach wie vor extrem auf.

 

Dein Pferd oder dein Hund zeigt ein Verhalten, das dich stark triggert:

Z.B.: Es regt dich total auf, wenn dein Pferd oder dein Hund untertourig und sehr gemütlich durch die Gegend läuft.
Sobald dein Pferd oder Hund hohe Energie zeigt, bekommst du unverhältnismäßig viel Angst.

 

Es gibt ein sich immer wiederholendes Problem:

Das kann etwas sein, was dir bei verschiedenen Tieren immer wieder begegnet oder was bei deinem Tier regelmäßig wieder auftritt, obwohl du dachtest, du hättest es schon gelöst.

 

Dein Pferd oder Hund zeigt dir auf Körperebene deine inneren Blockaden:


Manchmal nehmen innere Blockaden irgendwann eine festere Form an und zeigen sich auch auf Körperebene. Da Körper, Geist und Seele untrennbar miteinander verbunden sind, lohnt es sich bei jedem körperlichen Symptom, nach den dahinter liegenden emotionalen und mentalen Ursachen zu fragen. Und durch das Spiegelphänomen bist du dann eben auch hier wieder ganz schnell bei dir selbst.

 

Natürlich hat dein Pferd oder dein Hund auch eigene Themen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, wenn du dir dieses Tier ausgesucht hast oder umgekehrt, dann ist immer auch ein eigenes Lebensthema von dir involviert. Wenn du das Thema bei dir selbst löst, kannst du deinem Pferd oder deinem Hund damit sehr effektiv helfen.

 

Im nächsten BLOG-Post schreibe ich darüber, wie du deine inneren Blockaden auflösen kannst.

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Es war einmal…ein Frau, zwei Pferde, ein rätselhaftes Gefühl und die Suche nach einer Lösung

Es war einmal…ein Frau, zwei Pferde, ein rätselhaftes Gefühl und die Suche nach einer Lösung

Es war einmal ein Frau, die hatte einen schönen dunkelbraunen, aber extrem schreckhaften Wallach. Als Späteinsteigerin war sie sowohl im Umgang mit dem Pferd als auch beim Reiten sehr unsicher.

Diese Kombination hat immer mal wieder zu unerwünschten schmerzhaften Trennungen von Mensch und Pferd geführt. Auch kontinuierlicher Unterricht und der Versuch, die eigene Technik zu verbessern, haben an der grundlegenden Situation nicht wirklich etwas verändert.

Wenn es neben dem Reitplatz unerwartet geraschelt hat, machte der Wallach einen Riesensatz. Das Herz der Reiterin in diesem Moment auch. Manchmal nicht nur das Herz, sondern ihr ganzer Körper und schon lag sie auf dem Boden.

 

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Diese Sätze machte der Wallach nicht nur bei Geräuschen. Er erschrak auch bei schnellen Bewegungen, bei unbekannten Gegenständen oder stürmischem Wetter. Und manchmal erschrak er, ohne dass man von außen sehen konnte wovor.

So wurde die Frau nach und nach zu einer wahren Meisterin im Erkennen  von Gefahren. Bevor sie in den Stall fuhr, prüfte sie ganz genau die Wettervorhersage. Im Stall prüfte sie, ob irgend jemand etwas neben dem Reitplatz verändert hatte. Während der Stunde erkannte sie Geräusche praktisch schon, bevor sie entstanden.

Mit dieser Fähigkeit  hätte sie als Wahrsagerin definitiv viel Geld verdienen können. Nur das Reiten und die Beziehung zu ihrem Pferd verbesserte sich dadurch nicht. Ganz im Gegenteil, man hatte den Eindruck, auch der Wallach entwickelte immer mehr einen sechsten Sinn.

Schaukelpferd

 

Von außen war es faszinierend zu beobachten. Die beiden hatten einen regelrechten Wettkampf, wer eine potentielle Gefahr als erstes wahrnimmt. Meiner Meinung nach war das unentschieden, ich fand beide sehr gut darin.

Ansonsten wurde natürlich auf allen möglichen Wegen und mit verschiedenen Methoden versucht, den Wallach ruhiger und braver zu machen. Aber es war wie verhext, es wollte einfach nicht gelingen.

Manchmal gab es ganz kurze Momente, in denen die Frau so ein komisches Gefühl hatte, dass die Ursache der Angst gar nicht mit diesen Techniken und Methoden zu bekämpfen war. Dass sie eigentlich ganz woanders hin schauen müsste.

Aber das war ja Unsinn.

 

Und deshalb übte sie fleißig weiter. Das Üben, das Angst haben und das regelmäßige Fallen endete erst, als der Wallach viel früher als erwartet in eine andere Dimension wechselte.

Als die Frau sich nach einer Trauerphase entschieden hatte, doch wieder ein neues Pferd zu kaufen, waren die Auswahlkriterien glasklar.

Und tatsächlich, sie fand eine wirklich gut ausgebildete, ruhige und gelassene Stute. ENDLICH war es genau so, wie sie es sich immer vorgestellt hatte.

Ihr Reitlehrer war begeistert. ENDLICH konnten sie an den wesentlichen Themen arbeiten. Die Stallkolleginnen gratulierten ihr. ENDLICH würde auch sie richtig reiten können.

Alle waren glücklich und zufrieden. Und wenn sie nicht…

 

NEIN, NEIN, STOP, so geht die Geschichte leider nicht weiter…

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In einer Reitstunde passierte es plötzlich: die Stute hörte ein Geräusch, machte einen Riesensatz und die Frau lag unten. Naja, das kann ja mal passieren. Schließlich ist auch das gelassenste Pferd ein Fluchttier, sagten alle.

Das sagte sie sich auch selbst. Und doch gab es wieder diesen kurzen Moment, in dem sich das rätselhafte Gefühl meldete , das ihr bekannt vorkam. Das Gefühl, mit ihrem Kampf gegen die Angst auf dem falschen Weg zu sein, in die falsche Richtung zu schauen.

 

Aber das war ja Unsinn.

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In den nächsten Monaten kam es, am Anfang nur ab und zu, aber dann immer öfter, zu den schon von früher bekannten Schreckmomenten. Die Stute war sogar deutlich unkalkulierbarer und heftiger als es der Wallach je gewesen war.

Das kann doch einfach nicht wahr sein, sagte sich die Frau. Ich habe doch so gut aufgepasst bei der Auswahl des Pferdes.

Auch alle anderen konnten es sich einfach nicht erklären.

Die einen sagten : „Du Arme, was du immer für ein Pech hast mit deinen Pferden“. Die anderen sagten heimlich: „Sie lernt es einfach nie.“ Auch ihr Reitlehrer hatte keine Erklärung.

 

 

Eines Abends  ging die Frau zu ihrer Stute auf die Weide. Das komische Gefühl in ihrem Magen bemerkte sie gar nicht. Sie sagte zu ihrem Pferd: „Jetzt nehme ich schon so viel Unterricht. Ich bemühe mich so sehr, alles richtig zu machen. Du solltest mir doch dabei helfen, endlich auch mal fliegende Galoppwechsel reiten zu können. Ich wollte doch endlich mal die wirklich wichtigen Themen angehen.

Die Stute stand entspannt neben der Frau. Sie sagte zu dem rätselhaften Gefühl: „Sie hat es tatsächlich noch gar nicht verstanden. Ich bin wegen ihrer wichtigen Themen hier. Aber sie sucht immer nur im außen oder bei mir. Hoffentlich muss ich sie ihr nicht noch deutlicher zeigen.“

günes Herz

Wenn sie so neben ihr stand, fühlte die Frau sich wirklich wohl neben der Stute. Und doch war da nicht irgendwo wieder dieses rätselhafte Gefühl?  Dieses Gefühl, dass ihr sagte, dass sie so nicht zum Ziel kommen würde.  Dass die Angst vielleicht gar nichts mit ihrer Stute zu tun hatte. Das sie die Lösung in der falschen Richtung suchte.

Aber das war doch Unsinn, oder?

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Wie du eine gute Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund aufbaust

Wie du eine gute Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund aufbaust

Was bedeutet es, eine gute Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund zu haben?

 

Das Pferd stoppt aus vollem Galopp ohne sichtbare Einwirkung des Menschen. Der Hund kommt auf den ersten Pfiff in rasender Geschwindigkeit zurück.

Beides muss kein Zeichen von guter Kommunikation sein! Vielleicht ist es nur ein Zeichen von gutem Gehorsam.

Das ist ein riesiger Unterschied. Mit entsprechenden Methoden kannst du fast jedes Lebewesen dazu bringen, sich zu fügen und Kommandos zu befolgen. Aber du kannst kein Lebewesen dazu zwingen, eine gute Beziehung zu dir aufzubauen.

Eine gute Kommunikation so wie ich sie verstehe, entsteht auf der Basis von Empathie, Offenheit, Zugewandtheit, Interesse und der Bereitschaft, die Meinung und die Bedürfnisse des anderen zu verstehen. Dafür macht es keinen Unterschied, ob du von Mensch zu Mensch oder von Mensch zu Pferd oder Mensch zu Hund kommunizierst.

 

Eine gute Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund ist keine Einbahnstraße

Früher hat man Kommunikation in recht eindimensionalen Modellen dargestellt, wie z.B. dem Sender-Empfänger-Modell. Man hat sich vorgestellt: der Sender sendet eine Nachricht aus. Die Nachricht kommt beim Empfänger an und er muss sie nur noch umsetzen.

Mittlerweile weiß man aber, dass es überhaupt nicht so einfach ist. Kommunikation ist multi-dimensional. Viele Faktoren beeinflussen das, was zwischen den Kommunikationspartner*innen passiert. Dazu zählen:

Die Erfahrungen, Glaubenssätze, Gefühle, Erwartungen, Fähigkeiten und vieles mehr des Senders und  genauso die Erfahrungen, Glaubenssätze, Gefühle, Erwartungen, Fähigkeiten und vieles mehr des Empfängers.

Eine weiterer wichtiger Einflussfaktor ist die Beziehung zwischen beiden. Das ist die individuelle Energie, die im Kontakt zwischen zwei oder mehr Lebewesen entsteht.

Du kennst bestimmt auch Beispiele, wo das Pferd mit der einen Reiterin entspannt ins Gelände geht und sich mit der anderen schreckhaft verhält. Oder der Hund, der mit der Frau ruhig an anderen Hunden vorbei geht und bei dem Mann wild bellend in die Leine springt.

Oft können die Menschen auf bewusster Ebene gar nicht erklären, warum die Tiere sich jeweils so unterschiedlich verhalten. Klar wird dadurch, was schon der Psychologe Paul Watzlawick gesagt hat: „Du kannst nicht nicht kommunizieren.“ Und das heißt auch: Du kannst nicht nicht wirken.

 

Deine Gedanken, deine Gefühle und dein Verhalten haben IMMER eine Wirkung auf dein Pferd oder deinen Hund.

Umgekehrt ist das natürlich ganz genauso.

Dein Pferd oder dein Hund kommunizieren ebenfalls auf allen Ebenen und meist sehr aktiv mit dir. Jedenfalls, wenn du sie lässt.

Wenn sie nicht eingeschüchtert oder in die erlernte Hilflosigkeit getrieben sind, dann sprechen Tiere sehr deutlich mit uns. Und wenn wir uns darauf einlassen, dann ist es auch gar nicht so schwer, ihre Sprache zu verstehen. Die Bereitschaft, sich zu öffnen und vorurteilsfrei zuzuhören, ist die wesentliche Voraussetzung für eine gute Kommunikation.

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Ich erinnere mich an eine Reiterin, deren Pferd JEDE STUNDE beim Reiten DIE GANZE STUNDE über mit dem Schweif geschlagen hat. Da hätte jede nicht-reitende Freundin, die ich mit an den Stall gebracht hätte nach 30 Sekunden gesagt: „Da stimmt doch etwas nicht. Das Pferd fühlt sich nicht wohl. Das zeigt es doch ganz deutlich.“

Die Reiterin hat aber überhaupt nicht darauf reagiert. Das hat sie sicher nicht gemacht, weil sie ein schlechter Mensch oder gar als Tierquälerin unterwegs ist. Auch nicht, weil die Meinung ihres Pferdes sie nicht interessiert. Wahrscheinlich hat sie es gar nicht wahrgenommen, weil sie ihre Aufmerksamkeit auf ganz andere Dinge gerichtet hat. Ihre „Antennen“ waren nicht so gut ausgerichtet.

Ich vermute, dass das Pferd über das Schweifschlagen hinaus weitere Signale gesendet hat, wenn es ans Reiten ging. Vielleicht dreht es sich um und geht weg, wenn man nimmt dem Sattel kommt. Vielleicht weigert es sich, auf den Reitplatz zu gehen.

Für Tiere ist es meistens noch schwerer als für uns, ein Anliegen klar rüberzubringen.

Bei Hunden erlebe ich das auch vielfach. Oft wird Koko von anderen Hunden vermeintlich aggressiv angebellt. Die Besitzer schimpfen dann mit ihren Hunden. Dabei konnte ich schon von weitem bei der Begegnung erkennen, dass die Hunde Angstsignale gezeigt haben. Ein leichtes Wegdrehen des Kopfes, ein hektisches über die Lefze schlecken. Die Signale wurden aber von ihren Besitzern nicht wahrgenommen und somit haben sie auch nicht darauf reagiert.

Braun-weiß geschecktes Pferd auf der Weide

 

Kannst du dir vorstellen wie frustrierend es ist, wenn du versuchst, mit jemanden in Kontakt zu gehen und zu reden, um deine Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen und du wirst einfach nicht wahrgenommen oder immer wieder falsch verstanden?

So geht es vielen Tieren und je nach Typ werden manche dann lauter und vermeintlich aggressiver. Andere geben einfach auf und ziehen sich in sich selbst zurück.

Wie kannst du die Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund gut gestalten?

Aus dem oben Geschriebenen wird es wahrscheinlich schon deutlich: zuhören – zuhören – zuhören. Damit meine ich nicht nur mit den Ohren, sondern mit allen Sinnen. Ganz korrekt müsste es daher heißen: wahrnehmen – wahrnehmen – wahrnehmen. Vorurteilsfreies Wahrnehmen.

Vorurteilsfrei heißt: ohne sofort einzuordnen, Schlüsse daraus zu ziehen, Hypothesen zu bilden, Handlungen ableiten zu wollen oder direkt ins Handeln zu kommen.

Das ist gar nicht so leicht wie es sich vielleicht anhört, denn jeder Mensch bringt natürlich eigenes Wissen, Erfahrung, Glaubenssätze, Vorurteile, Erwartungen, Wünsche Ängste und Hoffnungen mit. Gerade dann, wenn es um das geliebte Pferd oder den geliebten Hund geht, sind die besonders stark ausgeprägt.

Deshalb gehört zu einer gelingenden Kommunikation, dass du dich selbst immer besser kennenlernst. Dann kannst du zum einen deine eigenen inneren Anteile besser filtern und erkennst gleichzeitig schneller, warum dein Tier auf eine bestimmte Art und Weise auf dich reagiert.

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5 Bausteine für eine gute Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund

Das ist keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, sondern die Bausteine helfen dabei, immer präsenter zu werden, immer mehr bei dir selbst anzukommen, dich selbst immer mehr so anzunehmen wie du bist und darüber auch die Kommunikation und die Verbindung mit deinem Pferd oder deinem Hund zu verbessern und zu vertiefen.

  1. Dich selbst kennen
    Je besser du dich kennst, je besser du dich selbst einschätzen kannst, desto besser kannst du auch die Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund gestalten.
    Mit allem was du sagt, teilst du immer auch etwas über dich selbst mit. Deshalb ist es so hilfreich, die eigenen Erwartungen, Wünsche, Hoffnungen, inneren Blockaden, Ängste, Stärken und Reaktions- und Handlungsmuster zu kennen. Sie fließen jeden Tag in den Kontakt mit deinem Hund oder deinem Pferd ein.

  2. Deinen momentanen inneren Zustand kennen
    Je nachdem, ob du gerade präsent bist oder zerstreut, bei dir oder mit den Gedanken ganz woanders, wach oder müde, interessiert oder gelangweilt, hoffnungsvoll oder hoffnungslos, selbstsicher oder ängstlich usw. usw. Auch das kommt bei deinem Pferd oder deinem Hund im Kontakt an und je nach Tagesform kann es sinnvoll sein, etwas ganz anderes zu machen, als du dir ursprünglich vorgenommen hast.

  3. Dich in dein Pferd oder deinen Hund hineinversetzen
    Nimm‘ die Situation immer wieder mal aus der Perspektive deines Pferdes oder deines Hundes wahr. Das wird dir oft ganz überraschende Erkenntnisse liefern. Mit etwas Übung wirst du irgendwann in der Lage sein, deine Perspektive immer wieder zwischendurch schnell zu wechseln.

  4. Flexibel kommunizieren
    Je mehr Möglichkeiten du hast, um dich auszudrücken, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Gegenüber dich versteht. Ganz klar ist es z.B., wenn jemand viele Sprachen spricht; oder ein Mensch der in der Lage ist, sich an die Ausdrucksweise seines Gegenübers anzupassen.
    In Bezug auf dein Pferd oder deinen Hund ist es hilfreich, wenn du deine Energie bewusst hoch- und runterfahren kannst, wenn du leicht zwischen verschiedenen Methode und Techniken wechseln kannst und wenn du kreativ bist, deinen ganz eigenen Weg zu entwickeln.

  5. Feedbackschleifen nutzen
    Oft kommt bei deinem Tier etwas ganz anderes an, als du beabsichtigt hast. Überprüfe immer wieder kleinschrittig, ob dein Pferd oder dein Hund dich auch wirklich verstanden hat und natürlich auch, ob sie innerlich bereit sind, mitzumachen. Je besser es dir gelingt, bereits erste Zeichen von Irritation und von Nicht-Verstehen bei deinem Tier zu erkennen, desto schneller kannst du darauf reagieren.

Du ahnst jetzt wahrscheinlich schon, dass du solange du lebst nie einen Haken hinter das Thema machen wirst, sondern es ein lebenslanger Prozess des sich Entwickelns ist. Die 5 Bausteine sind helfen dir dabei, die Kommunikation mit dir selbst und mit deinem Pferd oder deinem Hund zu einer schönen und spannenden Reise werden zu lassen.

Du willst eine Problem-Situation mit deinem Pferd oder deinem Hund ganz konkret betrachten und neue Perspektiven dafür entwickeln?

 

Genau dafür habe ich den SPIEGEL-TEST entwickelt:

 

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit der du strukturiert vorgehen und ganz klar verstehen kannst, was dein Tier dir sagen will.

 

Coaching-Fragen für 9 Alltagssituationen, die dir dabei helfen, dich, dein Pferd und deinen Hund besser zu verstehen

Coaching-Fragen für 9 Alltagssituationen, die dir dabei helfen, dich, dein Pferd und deinen Hund besser zu verstehen

Vielleicht geht es dir auch so, dass du dich am Ende eines Tages manchmal ein bisschen darüber ärgerst, dass du zwar Zeit mit deinem Pferd oder deinem Hund verbracht hast, aber eben doch nicht wirklich anwesend warst.  

 

In so vielen Alltagssituationen mit dem Pferd oder dem Hund laufen wir auf „Autopilot“. Gerade im Zusammensein mit unseren Tieren ist das total schade, da uns dadurch so vieles entgeht: viele Informationen, die wirklich wichtig für die körperliche und psychische Gesundheit unseres Pferdes oder Hundes sind, aber auch einfach das bewusste Genießen der gemeinsamen Zeit mit unserem Tier.

 

Daher habe ich dir in diesem Blog-Artikel Coaching-Fragen zusammengestellt, die dir dabei helfen, dich und dein Pferd oder deinen Hund besser zu verstehen, Situationen genau wahrzunehmen, neue Seiten an dir und deinem Tier zu entdecken und Dinge einfach mal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

 

Die Fragen beziehen sich auf die Themen:

  1. Annäherung
  2. Kontaktaufnahme
  3. Körperpflege
  4. Füttern
  5. Satteln / Anleinen
  6. Gemeinsam Gehen
  7. Gemeinsam Chillen
  8. Training
  9. Spielen

 

 

Wie du die Coaching-Fragen sinnvoll nutzt

 

Bei der Beantwortung der Fragen gibt es kein Richtig und kein Falsch. Betrachte die Antworten möglichst ohne Bewertung oder Schuldgefühle, sondern mit Neugier, Offenheit und Interesse. Freu dich darüber, wenn du etwas Unerwartetes entdeckst. Sehr hilfreich dafür ist eine zugewandte liebevolle Haltung dir selbst und deinem Tier gegenüber.

 

Du kannst die Situationen und Fragen wie ein Baukastensystem sehen:

Wähle die Situation und die Frage aus, die gerade jetzt für dich interessant ist und die dich intuitiv anspricht.

Du kannst eine Situation mit mehreren Fragen intensiver betrachten oder auch eine Frage über eine Woche immer mal wieder stellen und schauen, ob sich je nach Situation etwas an der Antwort ändert.

 

1 _ ANNÄHERUNG

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Wie reagiert dein Tier, wenn du kommst?

  • Kommt dein Pferd an die Boxentür? Kommt es dir auf der Weide entgegen?
  • Dreht es sich um und geht genau in die andere Richtung?
  • Wartet dein Hund schon an der Tür, wenn du nach Hause kommst?
  • Springt er an dir hoch oder beachtet er dich gar nicht?
  • Welche Erwartung hast du?
  • Was wäre, wenn dein Tier komplett anders reagieren würde?
  • Was für einen Einfluss hat es auf deine Gefühlslage, ob dein Tier kommt oder nicht kommt?

2 _ KONTAKTAUFNAHME

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Wie reagiert dein Tier, wenn du Kontakt zu ihm aufnehmen willst?

 

  • Nimmt dein Pferd oder dein Hund von sich aus Kontakt auf?
    Kommt dein Pferd oder dein Hund auf dich zu und berührt dich von sich aus mit den Nüstern / der Schnauze?

 

  • Wie erlebst du die Annäherung? Erlebst du es als freundliche Begrüßung oder ist dein Tier so stürmisch, dass du einen Schritt zurückweichen musst?

 

  • Wie nimmst du selbst Kontakt zu deinem Pferd oder Hund auf? Schnell, langsam, vorsichtig, abwartend, forsch, direkt…? Nimmst du dein Tier dabei bewusst wahr? Holst du dir seine Erlaubnis für die Berührung ein?

 

  • Was hat du für Erwartungen? Warum möchtest du einen Kontakt zu deinem Tier?

 

  • Was gibt es dir, diesen Kontakt zu haben?

 

 

3 _ KÖRPERPFLEGE

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  • Was ist die Lieblingsputz- oder Lieblingskraulstelle deines Tiers? Wie genau zeigt dein Pferd oder dein Hund dir das? Wo will sich dein Tier gar nicht berühren lassen? Welche Art der Bürste mag mein Tier am liebsten?

 

  • Wie putzt oder kämmst du? Schnell, langsam, kräftig, sanft, bewusst oder nebenbei? Falls du Kontakt zu mehreren Tieren hast: macht du Unterschiede oder putzt und kämmst du jedes Tier gleich?

 

  • Erwartest du, dass dein Tier sich überall anfassen lässt? Muss es das? Wenn ja, warum denkst du so?

 

  • Wie empfindest du die Zeit der Putzens oder Kämmen? Bist du mit deinen Gedanken ganz da oder bist du ganz woanders?

 

 

4 _ FÜTTERN

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      • Was ist das Lieblingsessen deines Hundes oder deines Pferdes?

       

      • Wie verhält dein Tier sich, wenn es etwas zu Essen haben will? Wie verhält dein Tier sich beim Essen?

       

      • Ist das Essen das Highlight des Tages für dein Tier oder hat es auch andere Highlights?

       

      • Was bedeutet es für dich, dein Tier zu füttern? Läuft das eher nebenher oder hast du eine richtig Fütterungsphilosophie?

       

      • Welche Gefühle vermittelt dir das Füttern deines Tieres?

       

      • Bekommt dein Pferd oder Hund Leckerlis? Nutzt du Leckerlis beim Training? Warum oder warum nicht? Was wird dadurch ermöglicht? Was spräche für die genau konträre Vorgehensweise?

       

       

      5 _ SATTELN / ANLEINEN

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      • Satteln und Anleinen: Beobachte die ganz feinen Signale deines Pferdes oder deines Hundes. Wie verhalten sie sich, was kannst du wahrnehmen, wenn du dich mit dem Sattel näherst oder zur Leine greifst?

       

      • Das Ohrenspiel, die Augen, die Muskeln (angespannt oder locker), die Atmung oder gar ein Weggehen oder Weglaufen oder ein angerannt kommen verraten dir hier ganz viel.

       

      • Wie fühlst du dich selbst in diesem Moment? Bist du gelassen oder hektisch?  Willst du das Satteln oder Anleinen schnell hinter dich bringen, weil du Reiten bzw. Spazieren gehen will? Bist du gedanklich im Moment oder bist du mental schon beim Reiten oder auf dem Spazierweg?

       

       

      6 _ GEMEINSAM GEHEN

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      • Geht ihr in einem ähnlichen Tempo? Oder will einer schnell und der andere lieber langsam gehen?

       

      • Geht ihr flüssig oder ruckelt es? Zieht dein Pferd oder dein Hund in eine andere Richtung?  Drängt dein Tier dich ab oder läuft dir vor die Füße?

       

      • Spürst du einen Kontakt, der durch das Seil oder die Leine geht?

       

      • Lauft ihr gemeinsam oder geht jeder für sich?

       

      • Bist du gedanklich im Moment, bei dir und bei deinem Tier? Oder denkst du beim Gehen an die Arbeit, die Familie oder andere Themen? Bist du die ganze Zeit am Handy?

       

      • Wie fühlst du dich neben deinem Pferd oder deinem Hund? Vertraut, unsicher, aufgeregt, gelassen…?

       

       

      7_ GEMEINSAM CHILLEN

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      Einfach gemeinsam Zeit verbringen. Bei deinem Pferd auf der Weide oder in der Box sitzen; mit dem Hund draußen bummeln oder drin gemeinsam Zeit verbringen.

      • Wo genau und mit was verbringt dein Tier am liebsten seine Zeit zum Wohlfühlen und zum Erholen?

       

      • Machst du das bereits regelmäßig und verbringst bewusst Zeit mit deinem Pferd oder deinem Hund, ohne dass es dabei um Training oder Lernen geht? (Falls du ein Pferd und einen Hund hast, gibt es da einen Unterschied?)

       

      • Fällt es dir leicht oder schwer? Kannst du die Zeit genießen oder bist du gedanklich ganz woanders?

       

      • Wartest du darauf, dass du bald wieder aktiv etwas tun kannst oder wünschst du dir, dass ihr ewig weiter chillen könntet?

       

      8_ TRAINING

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      • Wenn du deinem Hund oder deinem Pferd etwas beibringen möchtest:
        Ist es dir wichtig, dass:
        1. es euch beiden Spaß macht?
        2. es schnell voran geht?
        3. die Übung korrekt ausgeführt wird?
      • Bist du gedanklich mehr bei deinem Tier oder mehr bei dir?

       

      • Wie verhältst du dich, wenn du trainierst: Hast du einen genauen Plan? Arbeitest du spontan? Warum machst du das so?  Was sind die Vorteile, was die Nachteile? Arbeitest du nach einer bestimmten Trainingsmethode? Lehnst du ein bestimmtes Vorgehen ab? Wenn ja, warum?

       

      • Wann macht dir das Training Spaß? Ist dir vor allem das Ergebnis oder die Beziehung wichtig? Wie reagierst du, wenn eins von beiden oder beides an einem Tag nicht so ist, wie du dir das wünschst?

       

      • Wieviel Mitbestimmungsrechte gibst du deinem Pferd oder deinem Hund? Darf dein Tier auch mal keine Lust auf Training haben? Welche Gefühle löst das in dir aus? Was denkst du dann? Gibt es Übungen, bei denen du kompromisslos bist und andere, bei denen du kompromissbereit bist? Wie unterscheiden sie sich und warum entscheidest du so?

       

      • Was genau gibt dir das, wenn dein Tier sich so verhält, wie du es erwartest? Wer bist du dadurch, dass dein Tier dieses Verhalten zeigt?

       

       

      9 _ SPIELEN

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      • Wo, wann und wie spielen dein Pferd oder Hund gerne?

       

      • Wie zeigt dein Tier dir an, dass es in Spiellaune ist? Wie verhält dein Tier sich beim Spielen?
      • Woran erkennst du, dass es Freude dabei hat? Wie zeigt dir dein Tier, dass es nicht mehr spielen möchte? 
      • Wo, wann und wie spielst DU gerne mit deinem Hund oder deinem Pferd? Ist das für dich eine reine Spielsituation oder sollte auch ein Spiel für dich „pädagogisch wertvoll“ sein?
      • Wer von euch macht normalerweise den Anfang beim Spielen?

      Du willst eine Problem-Situation mit deinem Pferd oder deinem Hund ganz konkret betrachten und neue Perspektiven dafür entwickeln?

       

      Genau dafür habe ich den SPIEGEL-TEST entwickelt:

       

      Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit der du strukturiert vorgehen und ganz klar verstehen kannst, was dein Tier dir sagen will.

       

      Ich wünsche dir dabei viel Freude!

       

      Schreib‘ mir gerne per Mail oder auf Instagram (@petra.graak), was du mit dem SPIEGEL-TEST oder auch mit den Coaching-Fragen herausgefunden hast.

      Warum du auf dich selbst schauen solltest, wenn dein Hund an der Leine zieht und dein Pferd bockt…

      Warum du auf dich selbst schauen solltest, wenn dein Hund an der Leine zieht und dein Pferd bockt…

      …und welche 3 Verhaltensweisen eine Lösung am meisten behindern

       

      Waaas? Mein Pferd bockt, mein Hund zieht an der Leine und ich bin Schuld?

      Ganz klar:  NEIN! Du bist nicht Schuld. ABER: du trägst zu 100% die Verantwortung für deine Reaktion darauf.

      Ich weiß, diese Haltung ist nicht bequem, aber eine intensive Beschäftigung mit dir selbst kann extrem nützlich sein, um euer Problem zu lösen.

      Außerdem kann es auch richtig viel Spaß machen!

       

      Persönlichkeitsentwicklung bedeutet nicht, ewig lang durch das Tal der Tränen zu gehen, sondern ist auch verbunden mit ganz vielen persönlichen Hochfühl-Momenten.

       

      Da kommst du aber nicht so schnell hin, wenn du lange in einem dieser 3 Bereiche bleibst:

       

       

      Die 3 Wege der Problem-Stabilisierung

       

      1. Problem-Fokus
      2. Arbeit am Symptom
      3. Kontroll-Mythos

       

       

      Problem-Fokus

      Das Pferd bockt? Der Hund zieht an der Leine und kläfft andere Hunde an?

      Sehr schnell entwickelt sich ein Fokus, nur das Problem wahrzunehmen und regelrecht darauf zu warten.

      Wann ist es wieder so weit? Wie kann ich es verhindern? Wie kann ich es unterbinden? Warum tut mein Tier das?

      Es ist absolut verständlich, das Problem so schnell wie möglich lösen zu willen, aber genau diese Konzentration auf das Problem führt dazu:

       

      • Das wir das Pferd oder den Hund und auch uns selbst nur noch in Bezug auf das Problem wahrnehmen. Das kennt man ja, wenn man beim Arzt ist und mitbekommt, dass man eigentlich nur noch als „der Fuß“ betrachtet wird
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      • .Es wird um so schwerer, eine Lösung zu finden, weil der Problem-Fokus den Blickwinkel einengt. Für eine Lösung brauchst du Weite und neue Perspektiven.

       

      Die Konzentration auf das Problem führt sehr häufig zum nächsten Punkt.

       

      Arbeit am Symptom 

      Das Pferd sperrt (reißt das Maul auf) beim Reiten? Dann wird der Sperrriemen enger geschnallt.

      Das Pferd reißt den Kopf hoch?  Dann wird er mit „Hilfszügeln“ runter gebunden.

      Der Hund bellt und knurrt bei der Begegnung mit anderen Hunden? Dann wird er deutlich zusammengestaucht und ermahnt. „Nein, Aus, Lass‘ das“ und zusätzlich ein Ruck an der Leine.

      Etwas auf Knopfdruck öndern

      Der Fokus im konventionellen Tiertraining ist sehr oft nur auf das Symptom gerichtet. Einerseits ist das verständlich, denn der Leidensdruck der Menschen ist groß und der Erfolgsdruck der Trainer auch.

       

      Aber das Symptom ist nur ein Kommunikationsversuch deines Pferdes oder Hundes.

       

      Es hilft nichts, das Symptom abzustellen. Das wäre so, als wenn du den Feuermelder ausschaltest ohne das Feuer zu löschen.

      Das Pferd bockt, weil es etwas noch nicht versteht, weil es Angst hat oder weil ihm etwas weht tut. 

       

      Der Hund bellt und geht auf andere Hunde los. Das wirkt aggressiv, aber sehr oft ist das ebenfalls einfach Zeichen von Angst und Unsicherheit.

       

      So war es z.B. lange Zeit bei meiner Galga Koko. Es war ihr einfach unheimlich, wenn ein anderer Hund ihr frontal entgegenkam. Wenn es dann noch eng war und es keine Möglichkeit zum Ausweichen gab, hat sie die Flucht nach vorne angetreten und gebellt und geknurrt.

       

      Wenn die Kommunikationsversuche des Pferdes und des Hundes lange ins Leere laufen, dann werden sie lauter reden. D.h. die Verhaltensweisen werden verstärkt oder durch massivere ersetzt um endlich gehört zu werden.

       

      Das führt irgendwann zu Punkt 3.

       

       

      Kontroll-Mythos

       

      Die deutliche und manchmal massive Kommunikation des Tiers macht Menschen oft Angst. Sie fühlen sich hilflos, weil alle Maßnahmen zur Symptombekämpfung nichts nützen.

      Jetzt kommt oft der Wunsch, sich selbst und auch das Tier zu schützen vor diesen heftigen Reaktionen und Gefühlen.

       

      Auch das ist gut nachvollziehbar. Wer fühlt sich schon gerne hilflos und voller Angst?

      Kontrolle zeigen

      Aber ein anderes Wesen kontrollieren zu können ist eine Illusion.

       

      Du kannst kein anderes Lebewesen und auch nicht deine Umwelt zu 100% kontrollieren.

       

      Wahrscheinlich willst du das auch gar nicht wirklich, denn:

      Im Zusammenhang mit unseren Tieren hängt Kontrolle sehr oft mit bedingungsloser Unterdrückung des Tieres zusammen.

       

      Sie sollen sich so verhalten, wir es uns gefällt, wie es für uns bequem ist, wie es für unser Selbstbild und unsere Wirkung auf andere gut ist. Damit wir unsere Angst nicht mehr spüren. Damit wir nicht mehr mit unserer Hilflosigkeit konfrontiert werden.

       

      Durch Unterdrückung wird massiver Druck ausgeübt und was dann passiert: Druck erzeugt Gegendruck. Damit wird eine unglückliche Spirale in Gang gesetzt.

       

      Das alles widerspricht natürlich dem, was sich die meisten Reiter*innen und Hundebesitzer*innen wünschen:  eine wirklich tiefe und vertrauensvolle Beziehung mit ihrem Pferd und ihrem Hund.

       

      Was kannst du also tun, wenn du mehr willst als das Symptom abstellen und dabei gleichzeitig die Beziehung zu deinem Pferd und deinem Hund vertiefen willst?

       

       

       

      Richte deine Aufmerksamkeit auf dich selbst

       

      Du bist die Einzige, bei der du aktiv und zielgerichtet etwas verändern kannst.

       

      Nur durch eine Veränderung deines eigenen Verhaltens, und damit meine ich deine gesamte innere Haltung, also auch deine Gedanken und deine Gefühle, kreierst du eine Chance dafür, dass auch dein Tier sich verändert.

       

      Wenn du die Bedeutung von Signalen gemeinsam mit deinem Pferd abstimmst und dabei selbst innerlich klar bist, dann muss es nicht mehr buckeln, weil es versteht. Wenn du deinem Hund draußen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln kannst, weil du dich selbst sicher fühlst in der Situation, muss er nicht mehr bellen.

       

      ausgeklügelte Balance

      Glücklicherweise hilft dein Tier dir dabei, wie du selbst in einen guten inneren Zustand kommen kannst. Denn das Verhalten deines Pferdes und deines Hundes ist immer auch ein Spiegel für dich selbst.

       

      Du kannst darin wunderbar deine Art der Kommunikation erkennen. Dein Pferd und dein Hund spiegeln dein Verhalten und damit auch deine Gedanken und deine Gefühle.

       

      Wenn du ihnen zuhörst, wirst du schnell merken ob du dich in eine gute oder nicht so gute Richtung bewegst und kannst dein Verhalten nach und nach anpassen.

       

      Der erste Schritt auf diesem Weg ist es, herauszufinden, wie dein Pferd und dein Hund dich spiegeln und zu verstehen, was sie dir sagen.

       

      Genau dafür habe ich den SPIEGEL-TEST entwickelt:

       

      Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit der du strukturiert vorgehen und ganz klar verstehen kannst, was dein Tier dir sagen will.

      Du wirst dabei sicher neue Perspektiven in euer Mensch-Pferd oder Mensch-Hund-Beziehung entdecken.

       

      Ich wünsche dir dabei viel Freude!

       

      Schreib‘ mir gerne per Mail oder auf Instagram (@petra.graak), was du mit dem SPIEGEL-TEST herausgefunden hast.