WARUM ZIELE DIE GUTE VERBINDUNG ZU DEINEM TIER BEHINDERN KÖNNEN

WARUM ZIELE DIE GUTE VERBINDUNG ZU DEINEM TIER BEHINDERN KÖNNEN

Wünsch dir was

 

Endlich alleine galoppieren.

Endlich ohne Leine laufen.

Endlich die Traversale reiten können.

Endlich das Rückwärtsgehen verstanden.

Endlich das Turnier gewonnen.

Endlich die Begleithundeprüfung bestanden.

 

 

Wahrscheinlich hast du auch Wünsche und Träume für dich und dein Tier. Ich denke, das haben wir alle und das öffnet uns viele Möglichkeiten.

Aber ein Wunsch ist noch lange kein Ziel. Und heute schreibe ich darüber, ob es Sinn macht, dass du dir für dich und dein Tier konkrete Ziele setzt.

Meine eigene Haltung dazu hat sich im Laufe der Jahre deutlich geändert.

In jedem Fall gibt es Vorteile und Nachteile von konkreten Zielen. Vielleicht regt dich der Blog-Post dazu an, über deinen Umgang mit Zielen nachzudenken und deine eigene Entscheidung zu treffen.

 

Was genau ist ein Ziel?

 

Ich möchte gerne mal in Neuseeland Urlaub machen. Das ist im Moment ein Wunsch und kein Ziel von mir, denn ich tue nichts dafür, damit es Realität wird. Ganz im Gegenteil: ich habe aktuell gar keine Lust, Hund und Pferd für 4 Wochen hier zurückzulassen.

So geht es uns auch im Zusammenhang mit unseren Tieren oft: „Ich will unbedingt mit meinem Hund die Begleithundeprüfung bestehen“ –  ABER:  „Mich jetzt zum Kurs anzumelden…regelmäßig zu üben…och nee, keine Zeit.“

Wenn du mit deinem Pferd am Strand entlang galoppieren willst, dann macht es Sinn, das vorzubereiten und z.B. das Verladen zu üben, das Wegfahren vom Hof, Gelassenheitstraining zu machen… Wenn du dazu keine Lust hast, dann ist es eben ein Wunsch und kein Ziel. Und das ist auch absolut ok!

 

Wichtig finde ich, dass du den Unterschied für dich selbst kennst. Wenn du denkst, der Ausflug ans Meer ist ein Ziel, dann wirst du regelmäßig enttäuscht sein, wenn du es in einem Jahr wieder mal nicht umgesetzt hast. Wenn du den Ritt am Meer aber in deine „mentale Wunschkiste“ packst, dann kannst du dich daran erfreuen und wenn du möchtest, irgendwann ein Ziel daraus machen.

Die 4 Energie-Ebenen der Kommunikation

SMARTE Zielformulierung

 

Ein Ziel ist ein bestimmtes gewünschtes Ergebnis in der Zukunft, auf das du deinen Fokus konkret ausrichtest und bei dem du aktiv in die Umsetzung gehst.

Bestimmt hast du auch schon von der SMART-Formel für Ziele gehört:

Rote High Heels als Symbol für Tangotanz

Spezifisch heißt:  konkret und präzise formuliert:

Mein Hund soll besser hören vs.  Mein Hund soll sich auf einen langen Pfiff in jeder Situation sofort hinsetzen.

 

Messbar: 

Ist das Ziel für dich nur bei einer Fehlerquote von 0% erreicht oder schon bei einer Fehlerquote von 5%?

Bei weicheren Zielen ist das schon nicht mehr so leicht zu benennen: Wie genau willst du eine gute Beziehung zu deinem Pferd messen?

 

Aktivierend:

Das Ziel sollte dich „ziehen“. D.h. „Mein Pferd allein von der Box bis zur Halle führen“ ist wahrscheinlich kein wirklich attraktives Ziel, selbst wenn du absoluter Anfänger bist und es jetzt noch nicht kannst.  Ein Ziel muss eine gewisse Größe haben, damit es aktivierend wirken kann und attraktiv ist.

 

Realistisch:

Wenn du noch nicht reiten kannst, aber im nächsten Jahr den CHIO im Springen gewinnen willst, dann wird das auch bei bestem Training und mit viel Geld im Rücken wahrscheinlich nicht klappen.

 

Terminierbar:

Wann soll dein Hund denn auf den langen Pfiff hören? Ein konkreter Zeitpunkt hilft dir dabei zu prüfen, ob du auf dem richtigen Weg bist. Oder reicht es dir, wenn er es mit 14 Jahren kann?

 

 

Ein SMARTES Ziel hat tatsächlich viele Vorteile:

es kann dich schön in Gang bringen und halten. Es und hilft dir, deinen Fokus immer wieder darauf auszurichten und dich nicht ablenken zu lassen. Du kannst leicht deine Fortschritte sehen. Aber es gibt auch die andere Seite der konkreten Ziele.

 

 

 

Die große Gefahr von Zielen gerade auch, wenn es um Tiere geht

 

Die Vorteile von Zielen sind gleichzeitig auch die Gefahren:

Ein starker Fokus verengt deinen Blick ungemein. Du schaust weder links noch rechts und übersiehst damit leicht die Dinge, die wirklich wichtig sind. Durch die Aufmerksamkeit auf ein äußeres Ziel besteht die Gefahr, dass du die Verbindung zu dir selbst und auch die Verbindung zu deinem Tier verlierst.

 

Du hast zwar das Gefühl, dass du auf dem richtigen Weg bist, wenn dich weiterhin auf das Ziel zubewegst. In Wirklichkeit bist du aber nur auf dem richtigen Weg zum Ziel. Er muss nicht gleichbedeutend sein mit einem guten Weg für dich und dein Tier. So übersiehst bei einer starken Zielorientierung leicht Signale von Überforderung und dass z.B. eine Pause angesagt wäre, anstatt weiter zu üben.

 

Durch den aktivierenden Anteil im Ziel kommt automatisch viel Zugkraft in dein Tun. Als ich noch in der Industrie gearbeitet habe, haben wir unsere Ziele sogar „gestretcht“, damit man auch über sich selbst hinauswächst und ja das Maximum herausholt. Damals fand ich das total normal, jetzt hört es sich für mich eher nach Streckbank an. Auf jeden Fall etwas, dass ich weder mir noch meinen Tieren zumuten möchte in dieser Form. Und ich bin ein Lern- und Weiterentwicklungs-Junkie.

 

Zusätzlicher Druck entsteht dann noch durch die zeitliche Vorgabe. Und Druckgefühl geht immer mit Enge und Angespanntheit einher, etwas, dass du in der Beziehung zu deinem Tier sicher nicht haben möchtest.

Riesiger Hund links und kleiner Hund rechts - Tierkommunikation

Ob du mit deinem Hund etwas übst, weil es euch Spaß macht und einfach eine gemeinsame Beschäftigung ist oder ob ein konkretes Ziel in einem bestimmten Zeitraum dahintersteht, kann einen großen Unterschied machen. Ich hatte z.B. eine Zeit lang mal Unterricht, um mit Koko den Freilauf zu trainieren. Das Training war so aufs Ziel ausgerichtet, dass ich nach ein paar Wochen noch nicht mal mehr Lust hatte, mit Koko spazieren zu gehen. Und ich gehe eigentlich immer und bei jedem Wetter sehr gerne spazieren. Die Zielorientierung hatte mir jegliche Freude und Leichtigkeit genommen.

Durch den Vergleich vom jetzt, hier und heute mit dem gewünschten Ziel, kann schnell eine Unzufriedenheit aufkommen. Du lebst gedanklich mehr in der verheißungsvollen Zukunft und bemerkst die Dinge, die in der Gegenwart schon gut laufen, nicht mehr richtig.

 Wenn es bei einem Ziel zusätzlich noch um die Anerkennung von außen geht, dann bemerkt man oft nicht mehr, dass man permanent über eigene Grenzen geht. Denk mal an Boris Becker, der schon in relativ jungen Jahren neue Hüften gebraucht hat. Vielleicht sagst du, dass du für den Ruhm und das viele Geld auch bereit wärst, dir die Hüften austauschen zu lassen. Aber:

 

Gerade im Zusammenhang mit Tieren finde ich diese Sog- und Scheuklappenwirkung von Zielen nicht gut. Es verleitet dazu, zu viel zu üben, zu viele Wiederholungen zu verlangen, zu viel Druck zu machen, nicht erlaubte Hilfsmittel zu verwenden, zu Dopen, zu Barren, mit Teletac zu arbeiten, mit Futterentzug… Vieles, was ich früher ansprechend fand, weil es leicht und frei aussieht, sehe ich heute mit ganz anderen Augen, wenn ich den Trainingsweg nicht kenne.

 

Ich denke, Tiere könnten auf die Art von Zielen, wie wir sie uns als Menschen oft setzen, gut und gerne verzichten.

 

Der größte Fehler bei der Zielformulierung

 

 

Ein Ziel ist nur ein hilfreiches Ziel, wenn du es aus eigener Kraft erreichen kannst.

„Ich will im nächsten Jahr Turnier XY gewinnen.“

Vor ein paar Jahren war ich als Zuschauerin auf einem „normalen“ Turnier, auf dem plötzlich Isabell Werth als Teilnehmerin aufgetaucht ist. Bevor der Name genannt wurde, sah man schon von weitem, dass hier eine andere Art Pferd das Viereck betritt. Wenn ich mich richtig erinnere, hat sie es auch gewonnen.

An so einem Tag kannst du wahrscheinlich mit deinem Pferd den besten Ritt aller Zeiten zeigen und wirst trotzdem nicht gewinnen. Oft liegen Ziele zu sehr im Außen und sind zu ergebnisorientiert.

Z.B. Reiten oder mit dem Hund Trainieren, um das Turnier zu gewinnen. Auf das Ziel, ein Turnier zu gewinnen, hast du nicht genügend Einfluss. Dieses Ziel kannst du nicht aus eigener Kraft erreichen. Es kann immer jemand kommen, der besser ist als du, dein Pferd oder Hund kann krank werden, ihr bleibt im Stau stecken… Du kannst dich anstrengen so sehr du willst, wenn nicht der Zufall mitspielt, wirst du dein Ziel nie erreichen.

Ein ergebnisorientiertes Ziel wird dir außerdem nie das bringen, was du dir erhofft hast. Vielleicht kennst du das auch, dass du selbst wenn du ein Ziel erreicht hast, nicht die erwartete Freude spürst, sondern vor allem Erleichterung, dass der Druck weg ist oder sogar eine innere Leere, weil du jetzt nicht weißt, was nun kommt. Bei vielen kommt dann das nächste ergebnisorientierte Ziel, um sich mit diesem Gefühl nicht beschäftigen zu müssen.

 

Die Tiere interessiert es sowieso nicht, ein Ziel im Außen zu erreichen. Wie oft sieht man bei Menschen, die extrem zielorientiert sind, unterwürfige oder überdrehte Hunde oder Pferde mit toten Augen, die es aufgegeben haben, ihre Meinung zu äußern.

Ergebnisorientierte Ziele, die auch noch im außen liegen, führen leicht in den schneller, höher weiter Kreislauf. Sie fördern dann langfristig Unzufriedenheit, Druckgefühle und Sinnleere.

Was ist nun die Alternative?

Zielscheibe als Sinnbild für Zielorientierung

 

 

Ganz ohne Ziele leben?

 

Ist es besser, sich einfach treiben zu lassen? Gerade im Zusammenleben mit deinem Tier gar kein Ziel mehr erreichen zu wollen? Mit dem Hund im Garten zu sitzen, eine Egal-Haltung zu entwickeln, wenn er an der Leine zieht, mal wieder andere Hunde anpöbelt und das Pferd frisst sich auf der Weide  einen Speckbauch an?

 

Das kann es auch nicht sein. Da fehlt einfach was. Trotzdem macht es Sinn, dass mit dem Stecken eines Ziels auch die Freude und die Leichtigkeit für dich und dein Tier erhalten bleibt.

 

Dafür sind die SMARTen Ziele nicht wirklich geeignet. Eins ist in jedem Fall klar: das Ziel ist nicht das Ziel, sondern was bereits Konfuzius wusste: der Weg ist das Ziel.

Für mich bedeutet das, dass ich den täglichen Weg gerne gehe und mir das gemeinsame Tun mit meinem Tier Freude macht. Genauso sollte es natürlich für meine Tiere sein. Ich habe mittlerweile tatsächlich keine smarten Ergebnisziele mehr für mich und meine Tiere.

 

 

 

 

Wie also kann es gehen, bereits den Weg mit deinem Tier zum Ziel zu machen?

 

 

Frag dich: Was ist das Ziel hinter meinem Ziel?

Damit kommst du deiner eigentlichen Motivation nach und nach auf die Spur.

  • Warum will ich das Turnier gewinnen?
  • Warum will ich, dass mein Hund so schnell wie möglich ohne Leine laufen kann?
  • Warum soll mein Hund diese Tricks können?
  • Warum will ich Seitengänge im Galopp reiten können?

 

Die Antworten sind ganz individuell: z.B. um Anerkennung zu bekommen, um das Gefühl zu haben, etwas geleistet zu haben, um mich selbst weiterzuentwickeln, um meinem Tier ein gutes Leben zu ermöglichen, weil es sich einfach gut  anfühlt, um mein Tier gesund zu erhalten… Deine Antworten können natürlich auch ganz andere sein.

 

Hier kannst du nun immer weiter hinterfragen und herausfinden, welches innere Bedürfnis für dich ganz persönlich dahintersteht.

 

Was z.B. gibt es dir, wenn du Anerkennung von anderen bekommst? Du fühlst dich dann gut? Wie kannst du das schon im täglichen Tun erreichen? Du hast dann das Gefühl, dich endlich auch selbst richtig anerkennen zu können? Wie kannst du dich verhalten, um das aus eigener Kraft zu erreichen und dir jeden Morgen mit einem guten Gefühl im Spiegel in die Augen zu schauen?

 

 

 

Welche Werte sind für dich wichtig?

Noch näher kommst du einem Weg, der dir und deinem Tier langfristig Freude bereitet , indem du dich zusätzlich mit deinen Werten beschäftigst. Deine wichtigsten Werte können dir als Richtlinie für dein Handeln dienen. Wenn du sie bei jedem Schritt berücksichtigst, dann kann der Weg tatsächlich relativ schnell zum eigentlichen Ziel werden.

 

Frau mit Pferd und Hund gehen einträchtig zusammen

Wenn du z.B. die Hauptwerte Selbstbestimmung, Kreativität, Liebe, Tierschutz und Familie hast und den Wunsch hast, dein Tier gesundheitsfördernd zu bewegen, dann hast du schnell eine konkrete Orientierungshilfe für dein tägliches Verhalten.

Du könntest z.B. sagen: ich wende mindestens 3 verschiedene Trainingsarten pro Woche an; ich nehme mindestens 6 Unterrichtsstunden pro Monat, ich nehme im nächsten Monat an der Weiterbildung XY für Tiermassage teil; in jeder Trainingseinheit mache ich bewusst vier Pausen, in denen ich einfach nur Wahrnehme, wie es meinem Tier gerade geht; wenn ich bezüglich einer Trainingsmethode unsicher bin, dann frage ich mich: „Würde ich auch (m)einem Kind auf diese Art und Weise etwas beibringen?“

 

Diese Beispiele zeigen, dass kein smart formuliertes Ziel zu haben nicht heißt, planlos durchs Leben zu gehen.

 

Paradoxes Leben

Verrückterweise kann es nun passieren, dass du die anfangs genannten Wünsche plötzlich viel leichter erreichst, als wenn du dir ein smartes Ziel gesetzt hättest. Plötzlich klappt der Galopp, du weißt genau, in welchen Situationen dein Hund schon ohne Leine laufen kann, die Traversale geht auch schon immer öfter in einen gute Richtung… Und das Positive daran: du wirst dich daran erfreuen,  ohne danach in ein mentales Loch zu fallen. Und wenn du noch nicht ganz da bist, dann hast du einfach weiterhin Freude an eurem gemeinsamen Weg.

Die 4 Energie-Ebenen in der Kommunikation mit deinem Tier

Die 4 Energie-Ebenen in der Kommunikation mit deinem Tier

Kommunizierst du schon auf allen vier Energieebenen?

 

 

600 kg und 60 kg stehen sich gegenüber. Sie schauen sich in die Augen. Die Frau wird zunehmend verzweifelter. Das Pferd steht wie ein Fels in der Brandung! Da hilft kein Hüpfen, kein Schreien, kein auf das Pferd zu rennen, kein Gertenschlagen, kein „so tun als ob“… Das Pferd steht! Je höher die physische Energie der Frau wird, desto fester scheint das Pferd zu stehen. Eins ist klar: mehr vom Selben hilft hier nicht weiter.

 

Diese Situation habe ich in vielen Varianten immer wieder erlebt.

 

Gerade bei Tieren denken viele oft zuerst an die physische Energie, z.B. wenn ein Pferd kraftvoll galoppiert oder der Hund über den Strand saust. Und genau diese Konzentration auf die physische Ebene ist eine der größten Begrenzungen.

 

WENN MENSCHEN VORWIEGEND ÜBER PHYSISCHE ENERGIE MIT IHREN TIEREN KOMMUNIZIEREN, BEGRENZEN SIE SICH EXTREM STARK IN IHREN MÖGLICHKEITEN.

 

 

Tiere kommunizieren nicht nur über physische Energie. Sie sind meist wesentlich feinfühliger als Menschen und nehmen sehr viel von dem wahr, was nicht auf den ersten Blick zu sehen ist.

 

Tier nehmen auch deine mentale, emotionale und spirituelle Energie wahr und kommunizieren mit dir auf all diesen Ebenen. Wenn Menschen versuchen, ausschließlich über die physische und mentale Ebene zu kommunizieren, dann „reden“ Mensch und Tier oft komplett aneinander vorbei.

 

Meine frühere Hündin Elli ist ein gutes Beispiel dafür: sie hat nur knappe 8 Kilo gewogen, aber wenn meine Eltern zu Besuch waren und mein Vater abends die letzte Gassi-Runde mit ihr drehen wollte, kam er manchmal nach 2 Minuten schon wieder zurück und sagte „Sie will einfach nicht mitkommen. Sie geht keinen Schritt.“ Elli wollte bei nasskaltem Wetter und Dunkelheit definitiv nicht mehr rausgehen. Und sie hatte genug mentale und emotionale Energie, um das zu verhindern.

 

 

 

Welches sind die 4 Energie-Ebenen?

An die Physische Energie denken die meisten zuerst im Zusammenhang mit Tieren: z.B. wenn ein Pferd oder Hund läuft, springt oder begeistert spielt. Die physische Energie kann sich natürlich auch in Durchgehen, Steigen, Bocken, Weglaufen, Beißen, Kämpfen, Pöbeln etc. zeigen.

Sie wird auch durch die Körperhaltung, die Atmung, den Blick, die Hauttönung oder den Muskeltonus ausgedrückt. Bei Tieren zusätzlich z.B. durch aufgestelltes Fell, Ruten- oder Schweifhaltung, Ohren, Mimik etc.

 

Die Mentale Energie sind die Gedanken, die Willensstärke, das Durchhaltevermögen, das strategische und geplante Vorgehen. Das können auch Tiere. Ich denke z.B. auch hier wieder an Elli, die an warmen Abenden stundenlang hochkonzentriert und mit großer Begeisterung die Mauselöcher im Garten beobachtet hat.  Auch im Training ist es wichtig, dass dein Tier kognitiv versteht, was deine Signale bedeuten.

Die 4 Energie-Ebenen der Kommunikation

Emotionale Energie entsteht durch die bewussten und unbewusste Gefühle, Erwartungen und Erfahrungen. Tiere spüren diese Ebene sehr intensiv und kommunizieren vorwiegend hierüber mit uns. Dabei haben Tiere genau wie wir eine große Bandbreite an Gefühlen. In vielen Bereichen sind wir erst ganz am Anfang, Tiere diesbezüglich wirklich gut wahrnehmen zu können.

 

Wenn du magst, kannst du auch die Spirituelle Energie noch mit einbeziehen. Gerade im Zusammensein mit Tieren können viele Menschen etwas spüren, das deutlich über sie selbst hinausgeht und ihnen Sinn vermittelt. Ich habe vor Jahren einmal Delfine im offenen Meer beobachten können und das hatte etwas Unbeschreibliches und tatsächlich Magisches.

Die 4 Ebenen sind natürlich nicht streng voneinander getrennt, sondern hängen zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Diese Verbindungen gibt es sowohl in dir selbst zwischen diesen Ebenen als auch in der Beziehung zu deinem Tier. Da ihr so eine enge Verbindung habt, gibt es auch zwischen den Energieebenen von deinem Tier zu dir und umgekehrt eine intensive Wechselwirkung. Bildlich gesprochen sind du und dein Tier jeweils ein Energiefeld mit jeweils diesen vier Ebenen und dann denke dir darum herum nochmals einen großen Kreis, in dem ihr beide seid und der diese Energiefelder miteinander verbindet.

 

Wie dir die 4 Energie-Ebenen bei der Kommunikation mit deinem Tier helfen

 

Es gibt keine gute und keine schlechte Energieebene. Du kannst auf jeder dieser Ebenen mit deinem Tier kommunizieren. Je bewusster du dir bist, welche Art von Energie du in der jeweiligen Ebene ausstrahlst und in welcher Ebene du dich in der Kommunikation mit deinem Tier vorwiegend bewegst, desto verständlicher kannst du deine Kommunikation gestalten.

Rote High Heels als Symbol für Tangotanz

 

Als konkretes Beispiel, wie du diese 4 Ebenen in der Kommunikation mit deinem Tier einsetzen kannst nehme ich mal ein Beispiel aus dem menschlichen  Bereich. Stell‘ dir vor, du willst – oder sollst, so ist es ja oft bei den Tieren – Tango-Tanzen lernen. Du hast das noch nie gemacht, vielleicht bist du sogar  insgesamt keine erfahrene Tänzerin oder ein erfahrener Tänzer.

Mit PHYSISCHER ENERGIE kann dir ein erfahrener und sicherer Tänzer oder Tänzerin nach und nach vermitteln, wie die Schritte sind, welche Figuren es gibt und wie du dich dabei idealerweise bewegen solltest. Das ist das klassische „Learning by Doing“. In einer guten Lernatmosphäre kann das richtig viel Spaß machen und sehr spielerisch sein. In einer schlechten Atmosphäre kann es extrem hart und stressig sein, so zu lernen. Es ist also sehr abhängig von der emotionalen Energie.

 

Leichter wird es für viele, wenn beim Lernen die  MENTALE ENERGIE  dazukommt. Dazu gehört das Verstehen der Schritte, das Kennenlernen der einzelnen Figuren, Erklärungen zur besten Technik; To-Do’s und Not-to-Do’s, Trainingspläne, Routinen

 

Mit deinem Tier wirst du wahrscheinlich keine Trainingspläne besprechen, aber ein klares Verstehen der Übungen, deiner Signale und bestimmter Abläufe und Rituale gibt viel innere Sicherheit und ist wichtig und hilfreich für eine gute Kommunikation.

 

Die EMOTIONALE ENERGIE wirkt sich stark auf die beiden anderen Ebenen aus. Stell‘ dir vor, dein Tango-Lehrer oder Lehrerin ist positiv, freundlich, sieht das Gute in dir, traut dir was zu, macht kein großes Ding draus, wenn du ihm/ihr mal wieder auf die Füße getreten hast. Automatisch bist du mit Freude dabei, traust dir auch selbst etwas zu, traust dich, Fehler zu machen, lernst dadurch viel schneller und im besten Fall macht es dir richtig viel Spaß, ganz egal, ob du dich schon geschmeidig bewegst oder noch viel Luft nach oben hast.

 

Umgekehrt wirkt negative emotionale Energie genauso stark: du bekommst Angst, willst keine Fehler machen, machst dadurch um so mehr Fehler, wirst zurückhaltend, hölzern und steif. Du hast keine Lust mehr, zum Tanzunterricht zu gehen und hast irgendwann richtig Angst vor deinem Trainer oder deiner Trainerin.

 

Das alles wirkt bei deinem Tier ganz genauso. Es ist gerne mit dir zusammen, wenn du eine positive emotionale Energie ausstrahlst und kann Angst bekommen, wenn es viel negativen Druck verspürt.

 

SPIRITUELLE ENERGIE hat ein Trainer oder Trainerin, wenn der Tango-Tanz für ihn oder sie mehr als ein Sport ist. Es ist eine Lebenseinstellung und die Art zu Tanzen wirkt sich auf das gesamte Leben und das Umfeld aus und umgekehrt.

 

Bei den Pferdemenschen fällt mir dazu z.B. Mark Rashid ein, der in seinen Kursen mehr vermittelt als eine hilfreiche Technik.

 

True horsemanship is developed in the mindful quality of everything we do—not just in the quality of everything we do with our horses.” Mark Rashid

 

Wenn du die Chance hast, von so jemandem zu lernen, kann dich das ganz anders beflügeln, als wenn du von einem guten Techniker lernst. Und die Tiere spüren den Unterschied in der Energie sofort.

 

 

 

Viele Missverständnisse zwischen Menschen und Tieren entstehen, weil wir auf unterschiedlichen Energieebenen kommunizieren.

 

 

Riesiger Hund links und kleiner Hund rechts - Tierkommunikation

Lass uns noch einmal die Beispiele von oben anschauen:

Auf der Physischen Ebene lässt sich dein Pferd oder dein Hund nicht bewegen. Ganz egal, was du physisch versuchst. Vorausgesetzt, dass dein Tier körperlich gesund ist, ist es spätestens jetzt an der Zeit, auf die anderen Ebenen zu schauen. Hilflose Reaktionen von Seiten des Menschen sind dagegen das Einschnallen von Hilfszügeln, schärfere Gebisse, Teletac usw.

 

Auf der Mentale Ebene kannst du überprüfen, ob dein Tier wirklich verstanden hat, was du ihm sagen willst. Hier rate ich in jedem Fall dazu, immer FÜR das Tier zu argumentieren. Es stellt sich mit Sicherheit nicht dumm, will dich „verarschen“ oder hat sich im Vorfeld schon in Ruhe überlegt, wie es dich austricksen kann. Zu 99,9 % versteht es wahrscheinlich einfach nicht, was du von ihm willst.

 

Kennst du auch diese Gedanken?

  • Och nee, warum bewegt sich das blöde Vieh nicht?
  • Das ist ja wieder typisch für mich, dass ich das nicht kann!
  • Jetzt denken die anderen bestimmt, dass ich total unfähig bin!

Aus diesen Gedanken entstehen die dazugehörenden Gefühle auf der Emotionalen Ebene: Wut, Unsicherheit, Trauer, Verzweiflung, Scham…

Hier hört dein Tier sehr genau hin!!! D.h. selbst wenn du die Übung körpersprachlich, technisch und mental gut erklärst, aber in deinem Inneren heftige Gefühle toben, dann wird dein Tier vor allem auf deine Gefühle antworten.

 

Auf Spiritueller Ebene fühlst du dich in so einem Moment vielleicht weder mit deinem Tier, noch mit dir selbst, noch mit den anderen Menschen verbunden. Du erkennst in diesem Moment z.B. keinen Sinn mehr in deinem Tun.

 

Menschen sind oft auf der physischen und mentalen Ebene unterwegs, die Tiere reagieren aber vor allem auf der emotionalen Ebene.

 

 

 

Geht’s jetzt um die Henne oder um das Ei oder … wie beeinflussen sich die Energie-Ebenen?

 

 

 

Du kennst das wahrscheinlich auch, dass fortwährend negative Gedanken oder Grübelei zu Sinnlosigkeit führen kann, sich daraus entsprechend belastende Gefühle entwickeln und diese sich sogar körperlich zeigen können.

 

Andersherum kann auch ein körperliches Symptom z.B. Krankheit oder Schmerzen, zu negativen Gedanken und Gefühlen und letztendlich zu einem Gefühl von Sinnlosigkeit führen.

Geht es um die Henne oder um das Ei? Wechselwirkung

 

 

Die Energieebenen sind untrennbar miteinander verwoben und kein eindimensionales Ursache-Wirkungs-System. Womit also anfangen?

 

Am wirkungsvollsten ist es, wenn du dich über die spirituelle, dann die emotionale, dann die mentale und daraus zur physischen Ebene bewegst.

Die spirituelle Ebene ist zwar am wenigsten konkret greifbar, kann aber extrem stark auf alle anderen Bereiche wirken. Wenn dir das Zusammensein mit deinem Pferd oder Hund mehr bedeutet als das Erreichen einer bestimmten Leistungsklasse oder eine Ablenkung vom Alltag, dann ist das wie ein Leitstern an dem du dich innerlich orientierst und der dich immer wieder auf den richtigen Weg führt, auch wenn du mal falsch abgebogen bist.

 

Mit meinen Coachees arbeite ich immer sehr intensiv auf der emotionalen Ebene. Welche Gedanken hast du? Welche Erfahrungen, Wünsche, Erwartungen, etc. bewegen dich? Welche Gefühle entstehen daraus? Deine Gefühle haben eine so starke Wirkung auf die mentale und physische Ebene, dass sich viele Probleme bereits auflösen, wenn du hier mehr Klarheit hast.

 

Für eine gute Wirkung deiner mentalen Energie brauchst du einen klaren Geist und bist damit sofort wieder bei der emotionalen Energie.

 

Deine physische Energie kann sich durch eine positive emotionale Energie in Sekundenschnelle verändern:

So kannst du z.B. beim Reiten körperlich loslassen oder in schwierigen Situationen mit deinem Hund gelassen bleiben ohne dass das über deinen Willen passiert. Gleichzeitig hilft dir ein guter emotionaler Zustand dabei, dranzubleiben, zu üben, z.B. regelmäßig Gymnastik zu machen oder Freude am gemeinsamen Weg zu haben, auch wenn der Rückruf noch nicht perfekt klappt.

 

Klar ist in jedem Fall:

 

Zwei Lebewesen mit 600 kg und 60 kg oder 6 kg können in einer guten Energie eine Verbindung aufbauen, die weit über einen Zügel oder eine Leine und Kommando und Gehorsam hinausgeht.

Warum das Problem deines Tiers gleichzeitig sein größtes Geschenk an dich ist

Warum das Problem deines Tiers gleichzeitig sein größtes Geschenk an dich ist

In welche Richtung schaust du?

 

Das größte Geschenk deines Tiers an dich ist manchmal nicht auf den ersten Blick zu erkennen, aber die Suche lohnt sich für euch beide.

Egal ob du ein äußeres Ziel mit deinem Tier erreichen möchtest, du dir eine bessere Beziehung zu deinem Tier wünschst oder dein Tier deiner Meinung nach eine bestimmte Verhaltensweise ändern soll: die Chance ist groß, dass du deinen Blick bei der Lösungssuche in die ganz falsche Richtung wendest.

 

Typische Lösungsversuche sind : Der Trainer wird gewechselt, an der Technik gefeilt, das Timing verbessert, die Physiotherapeutin zum 10. Mal hintereinander gerufen…und es verändert sich:  NICHTS.

 

Vielleicht hilft ja der neue teure Futterzusatz? Oder die speziellen Tropfen, Pillen oder Medikamente. Langfristiges Ergebnis:  KEINS.

 

Im Pferdebereich wird dann als letzte Maßnahme oft einfach das Pferd ausgetauscht. Bei Hunden passiert das seltener, aber ist doch auch manchmal hier die scheinbare Lösung. Aber zur  großen Verwunderung ist das Ergebnis auch hierbei fast immer: RIEN  –   NULL.

 

Das Problem bleibt euch treu – bis es wahrgenommen wird

 

Das Problem taucht über kurz oder lang immer wieder auf. Manchmal in anderer Kleidung, aber wenn du genau hinschaust, erkennst du es wieder. Ganz so, als würde es an dir kleben. Und ehrlich gesagt, tut es das in gewisser Weise auch.

 

Mein Ausbilder in der Supervisoren-Ausbildung hat mich immer beruhigt, wenn ich in der Nachbesprechung einer Coaching-Sitzung gemerkt habe, dass ich eine große Möglichkeit, dem Coachee zu helfen, gar nicht wahrgenommen habe oder meine wirklich soooo tolle Intervention einfach eiskalt ignoriert wurde.

 

Dieser Zug wird wieder vorbeikommen“, sagte er. D.h. solange du ein Thema noch nicht in dir gelöst hast, wird es sich in deinem Leben immer wieder zeigen. Du drehst praktisch immer wieder die gleichen Schleifen, bis du das Thema anschaust, akzeptierst, dass es da ist, es dann be- und verarbeitest und dadurch irgendwann auflöst. Erst dann kannst du wirklich weitergehen. Das Wahrnehmen ist sozusagen das Geheimnis, um den Bann des Problems zu brechen.

 

Und beim genauen Wahrnehmen kann dir dein Tier ganz wunderbar helfen. Oft viel besser als jeder Mensch.

 

Daher möchte ich dich dazu ermutigen, die vermeintlichen Schwierigkeiten mit deinem Tier nicht als Problem, sondern als Geschenk zu sehen.

 

Tiere geben uns sehr direktes Feedback zu unseren inneren Themen. Du darfst das Geschenk in eurer Beziehung einfach nur annehmen und bereit sein, hinzuschauen. Und bei aller Direktheit sind die Rückmeldungen unserer Tiere ja auch gleichzeitig oft sehr charmant, manchmal witzig und kommen immer von Herzen.

 

Vor allem nehmen unsere Tiere in den meisten Fällen viel mehr wahr als wir selbst.

 

Dein Tier hat einen direkten Draht zu deinen unbewussten Anteilen. Und diesen Draht kannst du anzapfen!

 

Die spannenden Fragen im Zusammensein mit deinem Tier sind daher meiner Meinung nach nicht:

 

  • WIE KANN ICH DIESES TURNIER GEWINNEN?
  • WANN LÄUFT MEIN PFERD ENDLICH DIE TRAVERSALE?
  • WANN HÖRT MEIN HUND IN WINDESEILE AUF MEINEN RÜCKRUF?
  • WANN KANN MEIN HUND TRICK 587 KORREKT AUSFÜHREN?

 

Die wirklich spannenden Fragen im Zusammensein mit deinem Tier, die euch beide weiterbringen, sind:

 

  • WAS GENAU VERSUCHT MEIN TIER MIR HIERDUCH MITZUTEILEN?

     

  • WO SPIEGELT MICH MEIN TIER UND WIE KANN ICH DURCH DAS AUFLÖSEN MEINER EIGENEN THEMEN GLEICHZEITIG MEINEM TIER HELFEN?

     

  • WAS KONKRET KANN ICH DAZU BEITRAGEN, DAS DIESES TIER EIN RICHTIG GUTES LEBEN HAT?

     

  • WAS GENAU KANN ICH GERADE DURCH DIESES BESONDERE TIER UND DURCH DIESE BESONDERE SITUATION LERNEN?

Genau hier liegt die wirkliche Magie eurer Beziehung. Probier es einfach mal aus und schau‘ was passiert, wenn du dir diese Fragen stellst.

 

In meinen Coachings begleite ich meine Coachees mit großer Begeisterung auf diesem Weg.

 

Und das Schöne daran ist: mit diesem Blickwinkel kannst du bereits jeden Schritt eures Weges genießen. Du und dein Tier könnt in eurem ganz eigenen Tempo eure Beziehung immer weiter verbessern. Das Glück und die Zufriedenheit findest du so schon jeden Tag und musst ihnen nicht im Außen hinterherjagen.

Wie du eine tiefe Verbindung mit deinem Pferd und deinem Hund entwickelst

Wie du eine tiefe Verbindung mit deinem Pferd und deinem Hund entwickelst

Was bedeutet es für dich, eine tiefe Verbindung zu deinem Pferd und deinem Hund zu haben?

 

Am Strand galoppieren, ohne Sattel, ohne Zaumzeug, die Haare fliegen im Wind, ein unendliches Gefühl von Freiheit.

Du gehst  mit deinem Hund im Wald spazieren, plötzlich springt eine Rehfamilie vor euch über den Weg, dein Hund setzt gerade dazu an, hinterher zu sprinten, aber auf den ersten Pfiff dreht er um und kommt zu dir zurückgelaufen.

Solche oder ähnliche Bilder haben wir schnell im Kopf, wenn wir uns eine tiefe Verbindung zu unserem Pferd oder Hund vorstellen.

Allerdings kann es hier in beiden Fällen sein, dass es sich nur um gutes Training und eine gute Konditionierung handelt. Denn nur, weil ein anderes Lebewesen tut, was du willst, muss es sich nicht verbunden mit dir fühlen.

Das, was sich viele Pferdemenschen und Hundemenschen wünschen, liegt jenseits von standardisiertem Training. Eine tiefe Verbindung hat nichts damit zu tun, was ihr beide könnt oder wie gut dein Tier gehorcht.

Jemand kann auf Grand Prix Niveau reiten oder spektakuläre Dinge in der Freiarbeit zeigen und hat trotzdem keine tiefe Verbindung zu seinem Pferd. Genauso kann jemand die Obedience gewinnen oder mit dem Hund die tollsten Tricks zeigen.

Wobei eine gute Konditionierung manchen Menschen im Zusammensein mit ihren Tieren ausreicht.

Wenn du aber mehr willst, dann stell‘ dir die Frage:

 

Was bedeutet Verbundenheit mit meinem Pferd und meinem Hund für mich persönlich?

 

Mir fällt zum Thema Verbundenheit ein:

  • Es gibt eine innere Verbindung, die über die äußere Kommunikation hinausgeht
  • Ich kann mich gut in den anderen hineinfühlen
  • Ich weiß oft intuitiv, wie es dem anderen geht
  • Wir teilen eine gemeinsame Geschichte, gemeinsame Erfahrungen
  • Wir verbringen gerne Zeit miteinander
  • Ich mag auch die schrägen, unperfekten Seiten am anderen
  • Es gibt ein Mitspracherecht auf beiden Seiten

Wahrscheinlich fallen dir noch viele weitere Punkte ein, die für dich persönlich für das Gefühl von Verbundenheit stehen.

Jedenfalls hat es für mich eher mit dem Innen als mit dem Außen zu tun:  mit den Gefühlen und dem inneren Erleben.

Wirkliche Verbundenheit entsteht durch gegenseitiges Zuhören, eine offene Kommunikation und ein offenes Herz.

 

Was kannst du konkret tun, um die Verbindung mit deinem Pferd oder Hund zu stärken?

Dazu gehören für mich drei Themenbereiche, die wichtig für eine tiefe Verbindung sind. Das sind die Themen Wahrnehmen, Annehmen und Kommunikation.

Kurz gefasst bedeutet Wahrnehmen, erst einmal so unvoreingenommen wie möglich das Pferd oder den Hund wahrzunehmen ohne zu bewerten oder etwas hineinzuinterpretieren. Annehmen heißt, das was ist zu akzeptieren und in der Kommunikation gehst du dann in die Wechselwirkung der Beziehung und wirst aktiv.

 

Wahrnehmen

Frau mit Hund sitzt auf Reitplatz und beobachtet

 

Wenn du deine Verbindung zu deinem Tier stärken willst, dann lohnt es sich, dir immer wieder Zeit zum Wahrnehmen einzuplanen. Zeit, in der du deinem Tier zuschaust beim Fressen, auf der Weide, auf dem Paddock, in der Herde, beim Spielen, beim Schnüffeln, beim Dösen. 

Zeit, in der du bewusst einfach nur beobachtest. Ohne zu bewerten. Ohne gleich einzuordnen. Ohne ein äußeres Ziel zu verfolgen.

Das ist gar nicht so leicht, wie es sich anhört. Denn wir Menschen lassen alles, was wir wahrnehmen sofort unbewusst durch unsere persönlichen Erfahrungs-Filter laufen: „kenne ich, habe ich schon erlebt, ich weiß, wie es dem anderen geht, was er fühlt, was er damit bezweckt…“

Beim einfach nur Wahrnehmen kommt es also darauf an, immer wieder zu prüfen, ob du gerade bewertest oder interpretierst. Daher ist diese Phase auch gar nicht so passiv wie sie auf den ersten Blick wirkt.

Hierauf kannst du deine Aufmerksamkeit beim Wahrnehmen richten:

  • Verhalten
  • Körpersprache
  • Mimik
  • Ohren
  • Atmung
  • Schweif- oder Rutenhaltung
  • Ausdruck
  • Interaktion
  • Liebste Kraulstellen
  • Lieblingsfutter

Falls du bemerkst, dass du bewertest oder interpretierst, ist das überhaupt nicht schlimm, sondern ein richtig gutes Zeichen. Unser Kopf versucht ständig, Muster zu erkennen, Zusammenhänge herzustellen, aus der Vergangenheit abzuleiten und in die Zukunft hineinzuprojizieren. Außerdem ist es auch nicht ganz so leicht, tatsächlich ohne eigene Erwartungshaltung zu sein – das weiß ich aus Erfahrung. 😉

 

Nimm‘ wahr, was das Wahrnehmen in dir selbst auslöst

Fühlst du dich dabei entspannt, interessiert, neugierig, ungeduldig, gelangweilt, hast du doch Erwartungen an das, was dein Pferd oder dein Hund tun oder lassen soll?

Vielleicht geht beim Beobachten in deinem Kopf ein Feuerwerk an Gedanken los.

“Warum kommt mein Pferd /Hund nicht? Das Pferd / der Hund von meiner Nachbarin ist immer so interessiert. Will mein Pferd/Hund gar nichts mit mir zu tun haben? Jetzt dreht es mir auch noch den Hintern zu! Bin ich so wenig interessant für mein Pferd/Hund? Bin ich vielleicht sogar langweilig? Mag mein Pferd/Hund mich vielleicht gar nicht so gerne wie ich immer denke?…“

Auch wenn es für uns selbst nicht immer schmeichelhaft ist zu erkennen, was wir denken, wird es genau hier richtig spannend für eure Beziehung. Denn du hast mit deinen Gedanken und deinen Gefühlen einen so großen Einfluss auf die Beziehung zu deinem Tier, dass es sich lohnt, hier ehrlich zu sein.

Beobachte auch dich selbst und deine Gedanken und Gefühle einfach erst einmal, ohne direkt ins Handeln zu kommen. Sei auch bei dir selbst neugierig und offen, ohne zu bewerten, zu interpretieren und dir bestimmte Gedanken zu verbieten.

Da unsere Tiere so stark auf unser Inneres reagieren, ist es wichtig, dass wir auch uns selbst und den Einfluss unserer Gedanken, unserer Gefühle und unseres Verhalten auf unsere Tiere verstehen.

Ein nächstes wichtiges Thema für eine gute Verbindung ist das Annehmen.

 

ANNEHMEN

Mit Annehmen meine ich sowohl dein Tier als auch dich selbst so anzunehmen wie ihr gerade seid. Annehmen heißt dabei nicht gleichzeitig zustimmen oder toll finden. Annehmen heißt einfach: für diesen Moment, für heute, hier und jetzt, nehme ich dich und mich mit den Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen so an, wie es jetzt gerade ist. ICH AKZEPTIERE ES!

Wirkliches, inneres Annehmen aus ganzem Herzen ist sofort eine große Entlastung. Es nimmt den Druck aus der Situation. Und das spüren unsere Tiere sofort.

Pferd wiehert und Frau lacht darüber

Sehr deutlich wird es oft in der Freiarbeit mit Pferden: wenn die Besitzer sich sehr stark wünschen, dass das Pferd zu ihnen kommt, dann kommen die Pferde zu 99% nicht. Sie spüren den Druck, das Gefühl ist ihnen unangenehm und sie bleiben lieber fern.

Wenn du eine freundliche Atmosphäre um dich schaffst, voller Annahme, Zugewandtheit und Akzeptanz, spüren Tiere das sofort und halten sich gerne in deiner Nähe auf.

Nach dem Wahrnehmen und Annehmen kannst du jetzt in die aktivere Phase gehen, um eine gute Verbindung mit deinem Pferd oder Hund herzustellen: die direkte Kommunikation.

 

Kommunikation

Kommunizieren bedeutet ‚in Kontakt miteinander gehen‘ ; ‚verbale oder non-verbale Signale Austauschen“. Streng genommen hast du natürlich auch beim Wahrnehmen und Annehmen (Watzlawick: Du kannst nicht nicht kommunizieren), aber hier geht es um die bewusste aktive Kommunikation.

Der Fokus ist: Wie kannst du so mit deinem Pferd und Hund in Kontakt treten, dass eure Beziehung tiefer und besser wird? Dazu erst einmal ein paar ganz Ideen:

 

Spielen

Beim Spielen willst du deinem Tier nicht gezielt etwas beibringen, sondern ihr wollt einfach zusammen eine gute Zeit verbringen. Da Hunde uns viele Stunden am Tag begleiten, fällt es hier meist leichter als beim Pferd. Achte einmal darauf, wieviel Zeit du ohne konkretes Trainingsziel mit deinem Pferd verbringst – ohne Putzen und Box machen einzurechnen.

Beim Spielen lernt ihr eure Körpersprache immer besser kennen, ihr lernt, den anderen zu lesen und diese Sicherheit verstärkt wiederum die Bindung.

Galgo in Spielaufforderung

Gemeinsam Zeit verbringen

Gemeinsam verbrachte Zeit ohne Trainingsziel kann sehr zu einer guten Verbindung beitragen. Z.B. einfach zusammen in der Sonne sitzen, mit dem Pferd gemeinsam rumstehen (das lieben Pferde), gemeinsame Spaziergänge unternehmen, zusammen etwas entdecken, eine größere Wanderung machen, auf einen Wochenendausritt gehen. Gemeinsam verbrachte Zeit kann auch Fellpflege oder Massage sein oder die Lieblingskraulstellen entdecken.

 

Zusammen etwas Lernen

Natürlich stärkt auch das gemeinsame Lernen eure Verbindung. Ob du deinem Hund die Grundlagen des Benehmens beim Besuch in der Stadt beibringst oder auf dem Pferd die nächste Dressureinheit erarbeitest, wie bei der Arbeit im Job mit deinen Kollegen kann auch das zusammenschweißen und eure Verbindung stärken.

 

Herausforderungen meistern

Du hilfst deinem Pferd dabei, seine Angst vor Planen zu überwinden; du bringst deinem Hund das Schwimmen bei oder ihr bewältigt gemeinsam einen anspruchsvollen Anstieg beim Ausritt oder der Wanderung. Dabei lernt ihr euch gegenseitig besser kennen, ihr lernt, dass ihr euch aufeinander verlassen können und das gegenseitige Vertrauen und die Verbundenheit wächst automatisch mit.

Einen Punkt ist wichtig, wenn diese Wege dich zu einer tieferen Verbindung zu deinem Pferd und Hund führen sollen:

 

ENTSCHEIDEND FÜR DIE WIRKUNG IST DIE INNERE HALTUNG, MIT DER DU AN DIE DINGE HERANGEHST

 

Die innere Haltung mit der du durchs Leben gehst, hat einen Einfluss auf alles. Dein Pferd und dein Hund spiegeln dir diese innere Haltung sehr deutlich. Sie reagieren direkt auf unser Inneres und sind schnell verunsichert, wenn wir innerlich nicht klar sind. Daher kannst du sehr viel für eine gute Verbindung zu deinem Pferd und deinem Hund tun, indem du etwas für deine eigene gute innere Haltung tust.

Diese Punkte helfen dir dabei eine innere Haltung einzunehmen, mit der du die Verbindung zu deinem Pferd und deinem Hund stärkst:

 

Authentisch sein

braunes Pferdeauge als Fotoausschnitt

Damit meine ich, dass dein Innen und dein Außen übereinstimmen. Tiere sind schnell unsicher und fühlen sich unwohl, wenn wir versuchen, ihnen etwas vorzuspielen. Z.B. wenn wir Angst haben aber versuchen, mutig zu tun; wenn wir nach außen ruhig sind, aber innerlich total wütend; wenn wir traurig sind, aber nach außen fröhlich tun. Diese Unstimmigkeit spüren Tiere sofort.

Meiner Erfahrung sind sie gerne mit Menschen zusammen, die bei sich sind. D.h. wenn du in einer Situation mit deine Pferd Angst hast, dann versuche nicht, aus diesem Gefühl heraus mutig zu handeln, sondern bring dich in einen Zustand oder eine Situation, in der du sicher handeln kannst. Wenn du gerade total wütend bist, solltest du das natürlich nicht an deinem Tier ausleben, aber auch nicht so tun, als wärst du total ruhig. Eine gute Möglichkeit könnte hier sein, einfach mal aus der Situation zu gehen und dich in Ruhe neu zu sortieren. Wenn du dich traurig fühlst, dann kann es die Verbindung zu deinem Hund und deinem Pferd stärken, wenn ihr einfach Zeit zusammen verbringt, ohne das du versuchst, etwas zu arbeiten oder dein Tier zu trainieren.

Je besser du dich selbst im Hier und Jetzt wahrnehmen kannst, desto besser gelingt es dir auch, authentisch zu sein. Das Positive ist, dass Tiere keine Kategorien im Kopf haben, wie jemand sein sollte. Sie fühlen sich einfach dann wohl, wenn wir im Einklang mit uns selbst sind.

 

Berechenbar sein

Je besser dein Pferd und dein Hund dich einschätzen können, desto entspannter fühlen sie sich in deiner Nähe. Sicherheit ist besonders für das Fluchttier Pferd eines der stärksten Bedürfnisse, aber meiner Erfahrung nach lieben auch Hunde die Stabilität, die sich daraus ergibt.

Als berechenbar und gut einschätzbar erleben deine Tiere dich, wenn sie auf ein bestimmtes Verhalten von dir die immer gleiche Reaktion bekommen. Damit erhöht sich für sie die Selbstwirksamkeit und die Möglichkeit, zu entscheiden ob sie dieses Verhalten jetzt wollen oder nicht. Dafür musst auch du dich wiederum gut kennen und über gute Fähigkeiten verfügen, dich selbst zu steuern.

 

Gelassenheit

Gelassenheit bedeutet innere Ruhe zu haben und auszustrahlen. Also nicht nur nach außen überlegt zu handeln, wie man es bei manchen Managern sieht, sondern auch im Innen emotional gelassen zu sein.

Auch hier sind eine gute Wahrnehmung und eine gute Selbsteinschätzung die Basis. Die Kunst ist es, die eigenen Gefühle so wahrzunehmen wie sie sind, sie anzunehmen, sie aber nicht unmittelbar auszuleben. Das braucht Reflexionsfähigkeit und Übung.

Das Gute daran ist, dass dein Pferd und dein Hund dir auch in jeder Situation deutlich zeigen, ob du schon auf einem guten Weg bist oder noch etwas üben darfst.

 

Wenn du gerne aktiv etwas für deine Gelassenheit tun willst, dann hol‘ dir mein kostenloses Video mit der 3-Punkte-Klofpfakupressurmeditation „Gelassen statt gestresst“. Den Link findest du HIER.

Stress abbauen für Reiter und Pferd – Mach nicht diesen Fehler

Stress abbauen für Reiter und Pferd – Mach nicht diesen Fehler

„Wenn ich reite, dann habe ich keinen Stress mehr, dann bin ich ganz im Moment.“ „Ich fühle mich gut, sobald ich im Stall bin.“  „Wenn ich mein Pferd sehe, bin ich glücklich.“

Das höre ich oft, wenn ich mit Pferdemenschen spreche, die in ihrem nicht-pferdischen Lebensteil einen stressigen Job oder ein stressiges Privatleben haben. Trotzdem:

 

 „Überlasse es nicht deinem Pferd, DEINEN Stress abzubauen!“

 

Denn deine Gefühle sind ja beim Betreten des Stalls nicht wie durch ein Wunder verwandelt, sondern arbeiten in deinem Unterbewusstsein weiter. Und dein Pferd spürt das.

Mir ging es früher selbst oft so, als ich noch als Managerin gearbeitet habe. Ich habe mich gar nicht gestresst gefühlt. Erst durch die Reaktion meiner Stute Evita wurde mir abends klar, wir anstrengend der Tag gewesen ist. Es war halt so normal.  Auch die dazugehörenden Gedanken, Gefühle und Körpergefühle waren ganz normal für mich. Ich habe sie nicht sonderlich beachtet und meist gar nicht mehr bemerkt.

Pferde sind jedoch Meister darin, genau diese unbewusste Energie wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Diese eigentlich tolle Fähigkeit führt dazu, dass viele Pferde selbst gestresst sind, sich für den Menschen unerklärlich verhalten oder stressbedingte Krankheiten entwickeln.

 

Daher ist das Beste, was du für dein Pferd tun kannst, dich selbst in ein positives Gleichgewicht zu bringen.

 

Damit meine ich nicht, dass du alle anderen Bereiche außer acht lassen kannst. Eine gute Haltung, gutes Futter und ein pferdegerechtes Training sollten selbstverständlich sein! ABER: 

Unterschätze nicht deinen Einfluss als Hauptbezugsperson auf dein Pferd.

Ich bin davon überzeugt: Auch wenn alle Rahmenbedingungen stimmen, wenn du selbst eine negative Energie ausstrahlst, wird sich das sehr deutlich auf dein Pferd auswirken!

Wenn deine innere Haltung negativ ist, helfen auch kein Top-Bewegungsstall, kein Zusatzfutter, kein anderer Reitlehrer und auch keine Wellnessmassage, Osteopathie usw.

Solange du selbst nicht eine kraftvolle, positive und klare Energie ausstrahlst, ist dein reiterliches Haus auf Sand gebaut.

Tannen im Nebel

Kennst du das Gefühl, wenn du in einen Raum mit Menschen kommst und direkt spürst, dass dort „dicke Luft“ ist? Dann weißt du, wie unangenehm und verunsichernd dieses Gefühl sein kann. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Pferde diese für uns selbst oft verborgenen Energien viel stärker spüren als wir selbst. Vor allem können sie sie nicht mit dem Verstand erklären.

Dein Pferd kann sich nicht sagen: „Ach ja, sie hatte wieder so einen Stress im Job. Klar, dass sie durcheinander und ungeduldig ist.“ Es nimmt nur die angespannte Muskulatur, die flache Atmung, die hektischen Bewegungen und die unklare Kommunikation wahr. Deine Gedanken und Gefühle übertragen sich 1:1 auf dein Pferd. Und es reagiert ganz direkt auf das, was du in diesem Moment ausstrahlst.

 

Stell dir vor wie schön es wäre, wenn du schon gelassen, präsent und voller positiver Energie in den Stall kommen würdest!

Stell dir vor, was dann alles möglich wäre!

 

Daher habe ich den Fokus meiner Arbeit auf genau diesen Aspekt gelegt. Denn die eigene mentale Einstellung kommt in der Ausbildung von Reitern meiner Meinung nach aktuell noch viel zu kurz.

Als ich noch technik-orientierten Unterricht gegeben habe, habe ich z.B. in der Bodenarbeit oft folgendes erlebt: Jemand will sein Pferd nach außen auf den Zirkel schicken, aber es klappt einfach nicht. Entweder das Pferd geht gar nicht erst raus und steht wie festgeklebt auf seinem Platz, es driftet sofort nach dem Rausschicken wieder rein oder empfindet das Rausgeschickt werden als unangemessene Aktion und droht dem Menschen.

Jetzt nur mehr Aktion zu machen, mehr Druck auszuüben, führt meist nicht zum Erfolg. Das äußere Verhalten passt nicht zur inneren Einstellung des Menschen. Daher ist die Reaktion des Pferdes logisch und richtig, auch wenn sie uns in dem Moment nicht gefällt.

 

Wenn Verhalten und innere Einstellung sich widersprechen, dann reagieren Pferde auf unsere innere Einstellung, auf unsere Energie.

 

Das hat meine Schüler manchmal komplett verzweifeln lassen. Denn in der Situation hatten sie oft keinen Zugang zu ihrer inneren Haltung. So wie ich früher nach einem langen Tag im Büro keinen Zugang mehr zu meiner inneren Energie hatte.

Daher ist es wichtig, an dieser Stelle erst einmal an der eigenen Wahrnehmung zu arbeiten. Erst wenn du dich selbst wieder spüren kannst, bist du auch in der Lage, deine innere Haltung zu verändern.

Wenn du wirklich gut werden willst, wenn du einen wirklich guten Draht zwischen dir und deinem Pferd herstellen willst, wenn das was ihr macht harmonisch und einvernehmlich sein soll, dann geht gar kein Weg an dem Thema Persönlichkeitsentwicklung vorbei ! Eure Beziehung wird sich genau in dem Maße weiterentwickeln, indem du dich innerlich weiterentwickelst.

 

Wenn du an einem Punkt bist, an dem du den Eindruck hast, ihr kommt einfach nicht mehr weiter, dann schau‘ nach innen.

 

Das ist das Schöne und das Herausfordernde zugleich am Umgang mit Pferden. Sie bieten uns durch den klaren Spiegel, den sie uns vorhalten eine der besten Möglichkeiten die es gibt, uns weiterzuentwickeln und zu wachsen. Aber dieser Spiegel kann manchmal auch ganz schön schmerzhaft sein.

Ich glaube, dass jedes Pferd dir etwas ganz besonders beibringen kann, wenn du dich darauf einlässt. Ich bin davon überzeugt, dass du es unbewusst genau aus diesem Grund ausgesucht hast. Weil du schon bei dieser Begegnung gespürt hast, welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben.

Meine Leidenschaft ist es, dich bei dieser Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Vielleicht brauchst du Hilfe dabei zu verstehen, was du in dem Spiegel erkennen kannst, was dein Pferd dir mitteilen möchte mit seinem Verhalten. Oft liegt die größte Herausforderung allerdings darin, das was man erkannt hat, in eine positive Richtung zu verändern.

Wie genau komme ich denn von ungeduldig sein zu geduldig sein, von hektisch durch den Tag und durch den Stall rennen zu einem achtsameren Verhalten, von einer sehr kritischen Haltung mir selbst gegenüber zu einem liebevollen Annehmen? Bin ich dann überhaupt noch ich?

Die Antwort ist ein klares JA. Du wirst sogar noch viel mehr du selbst sein. Durch die Klopfakupressur wirst du nach und nach das Ablegen können, was nicht oder nicht mehr zu dir passt. Und du wirst die Seiten in dir stärken können, die hilfreich und unterstützend für dich und für dein Pferd sind.

Das Ganze funktioniert leicht, spielerisch und wahrscheinlich schneller, als du es für möglich hältst.

Wenn du es genauer wissen willst und  gerne mal ausprobieren möchtest, dann hol‘ dir mein Video mit der kostenlosen 3-Punkte-Klopfakupressurmeditation „Gelassen statt gestresst“. Den Link findest du HIER.

Wie Moderne Klopfakupressur dich in Krisenzeiten stärkt

Wie Moderne Klopfakupressur dich in Krisenzeiten stärkt

In Krisenzeiten  – ob Corona oder in einer persönlichen, individuellen Krise – ist ein stabiles Mindset ein entscheidender Faktor. Denn nur wenn du dich selbst immer wieder in einen guten inneren Zustand bringen kannst, bist du in der Lage, gute Entscheidungen zu treffen und vorausschauend zu handeln.

 

Ziel ist es, unabhängig von dem was im Außen passiert, schnell wieder in einem ressourcenreichen inneren Zustand zu sein. Genau dafür ist Klopfakupressur ein extrem hilfreiches und leicht anwendbares Tool:

 

Klopfakupressur ist schnell erlernbar, selbst anwendbar, du brauchst keine Hilfsmittel und sie ist nachhaltig wirksam.

 

Ressourcenreich heißt dabei nicht, dass du über alles jubelst was gerade passiert. Sondern eine starke innere Einstellung bedeutet, dass du in einem guten Sinne handlungsfähig bleibst und dich nicht von außen runterziehen lässt. Es bedeutet, dass du in Situationen die Chancen, die Handlungsmöglichkeiten und deine persönlichen Lernfelder erkennst.

 

Die aktuelle Situation bietet dir so betrachtet eine gute Möglichkeit, zu lernen und innerlich zu wachsen.

Denn eine Krisensituation wirkt wie ein Vergrößerungsglas für die Gefühle, die bereits in dir sind.

 

In meinem Umfeld erlebe ich gerade die unterschiedlichsten Reaktionen: das geht von Angst, Panik, Wut, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, über Schreckstarre, Verständnislosigkeit, Aktionismus bis hin zu endlich mal die Dinge anpacken, für die man sonst nie die Zeit hatte.

 

Vielleicht erkennst du dich in einem der Gefühle wieder. Vielleicht denkst du, dass man daran in so einer Situation nichts ändern kann. Vielleicht denkst du auch, „so bin ich halt,  so war ich schon immer ….“ und fühlst dich dem richtig ausgeliefert.

 

Die gute Nachricht ist: für diese unterschiedlichen Reaktionen und Gefühle kann weder das Corona-Virus noch sonst irgendjemand etwas. Die Verantwortung für deine Gefühle und für dein Verhalten trägst du ganz alleine. Das klingt für viele erst mal hart. Aber der Gedanke birgt gleichzeitig die große Chance, dass du selbst etwas Gutes für dich tun kannst.

 

Stress ist mittlerweile als ein entscheidender Faktor für psychische und körperliche Krankheit bekannt.

 

Wenn du in einem guten inneren Zustand bist, dann tust du gleichzeitig etwas Gutes für deinen Körper und für dein Immunsystem.

 

In meinen Coachings ist es immer wieder so, dass meine Kunden wissen, in welches Gefühl, in welchen inneren Zustand sie kommen wollen…aber sie bekommen es einfach nicht hin. Und das ist ganz normal, wenn du darin nicht geübt bist.

 

Mit Hilfe von Klopfakupressur ist es sehr leicht zu lernen, dich selbst in einen besseren Zustand zu bringen. Manchmal geht es von einem Moment auf den anderen, manchmal braucht es ein paar Runden, bis sich das Gefühl verändert. Aber das sich nichts verändert, das habe ich noch nie erlebt.

 

Tatsächlich ist es bei der Klopfakupressur eher ein „Geschehen lassen“ als ein willentliches Herbeiführen eines anderen Zustands.

 

Wenn du mit deinem Bewusstsein in einen anderen Zustand gehst, dann ist das meist recht anstrengend und du kannst es nicht lange aufrechterhalten. So als würdest du ein schweres Paket hochheben, dass du gerade so tragen kannst. Mit der Zeit wird es jedoch immer schwerer und du musst es wieder absetzen. Gefühlsmäßig bist du dann im selben Zustand wir zuvor – oft sogar noch schlechter, weil du dir zusätzlich auch noch Vorwürfe machst, dass du wieder schlecht drauf bist und es nicht schaffst, deine Stimmung zu verändern.

 

Die Klopfakupressur hilft dir dabei, ganz selbstverständlich das zu machen, was auch wissenschaftlich anerkannt und bestätigt ist, wenn du in ein anders Gefühl kommen willst.

 

  1. Annehmen was ist!

    Beim Klopfen tun wir nicht so, als ob alles super wäre. Du darfst genau das aussprechen, was du gerade fühlst und denkst. Vollkommen unzensiert und nicht weichgespült. Genau so, wie es für dich in dem aktuellen Moment ist.

    Dieser Schritt ist für meine Coachees immer wieder so erleichternd. Sich nicht verstellen zu müssen. Frei „von der Leber weg“ zu sprechen. Keine Angst zu haben, beurteilt und bewertet zu werden.

    Manchmal ist das sehr bewegend und es fließen ein paar Tränen.

Manchmal ist es auch sehr lustig, endlich mal Klartext zu sprechen.
Auf jeden Fall ist es sehr befreiend.

 

Und dann verändert sich etwas. Das Gefühl wird anders. Ein Zusammenhang wird plötzlich klar. Neue Ideen kommen.

 

  1. Transformieren

    In dieser Phase ist es wie eine innere Pendelbewegung zwischen dem was war und dem, was du gerne hättest.

    Die belastende Seite des Themas ist noch präsent, aber gleichzeitig sind es die anderen Perspektiven auch.

    Beides darf in dieser Phase gleichzeitig sein. Du triffst auch keine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Seite, sondern alles darf sich aus dir selbst heraus entwickeln.

    Meistens gibt es hier schon gar keinen guten gefühlsmäßigen Zugang zu dem Ausgangsgefühl mehr. Es ist bereits etwas Anderes daraus geworden.

Irgendwann merken meine Kunden, dass sie sich nicht mehr länger mit dem als negativ empfundenen beschäftigen wollen. Es bringt nichts mehr in ihnen zum Klingen. Und damit gehen wir dann in die 3. Phase des Klopfens:

 

  1. Intention setzen

    An dieser Stelle weißt du ganz genau in welches Gefühl du gehen willst und was dir emotional, körperlich und seelisch gut tut. Das kann nach dem Klopf-Prozess etwas ganz anderes sein, als du es dir vorher rein kognitiv überlegt hast.

    In dieser Klopfrunde unterstütze ich dich dabei, nach den dich am meisten stärkendsten Formulierungen, Gefühlen und inneren Bildern zu suchen. Wir entwickeln eine Klopf-Meditation, die ganz auf dich persönlich abgestimmt ist. Damit kannst du auch dich auch später immer wieder in einen guten inneren Zustand versetzen.

Du bekommst deine individuelle Klopfakupressur für alle drei Phasen als Text und auch in einer gesprochenen Version. So kannst du später einfach das Headset aufsetzen und dich von mir beim Klopfen begleiten lassen. Das ist für viele hilfreicher und intensiver, als für sich alleine zu klopfen.

 

Ich möchte dich sehr dazu ermutigen, gerade in einer Zeit der Krise die tolle Wirkung der Klopfakupressur einfach mal auszuprobieren.

Wenn Du neugierig geworden bist, ob die Klopfakupressur auch dir weiterhelfen könnte, dann lass‘ uns gerne einfach mal darüber sprechen.

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