Wie du eine gute Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund aufbaust

Wie du eine gute Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund aufbaust

Was bedeutet es, eine gute Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund zu haben?

 

Das Pferd stoppt aus vollem Galopp ohne sichtbare Einwirkung des Menschen. Der Hund kommt auf den ersten Pfiff in rasender Geschwindigkeit zurück.

Beides muss kein Zeichen von guter Kommunikation sein! Vielleicht ist es nur ein Zeichen von gutem Gehorsam.

Das ist ein riesiger Unterschied. Mit entsprechenden Methoden kannst du fast jedes Lebewesen dazu bringen, sich zu fügen und Kommandos zu befolgen. Aber du kannst kein Lebewesen dazu zwingen, eine gute Beziehung zu dir aufzubauen.

Eine gute Kommunikation so wie ich sie verstehe, entsteht auf der Basis von Empathie, Offenheit, Zugewandtheit, Interesse und der Bereitschaft, die Meinung und die Bedürfnisse des anderen zu verstehen. Dafür macht es keinen Unterschied, ob du von Mensch zu Mensch oder von Mensch zu Pferd oder Mensch zu Hund kommunizierst.

 

Eine gute Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund ist keine Einbahnstraße

Früher hat man Kommunikation in recht eindimensionalen Modellen dargestellt, wie z.B. dem Sender-Empfänger-Modell. Man hat sich vorgestellt: der Sender sendet eine Nachricht aus. Die Nachricht kommt beim Empfänger an und er muss sie nur noch umsetzen.

Mittlerweile weiß man aber, dass es überhaupt nicht so einfach ist. Kommunikation ist multi-dimensional. Viele Faktoren beeinflussen das, was zwischen den Kommunikationspartner*innen passiert. Dazu zählen:

Die Erfahrungen, Glaubenssätze, Gefühle, Erwartungen, Fähigkeiten und vieles mehr des Senders und  genauso die Erfahrungen, Glaubenssätze, Gefühle, Erwartungen, Fähigkeiten und vieles mehr des Empfängers.

Eine weiterer wichtiger Einflussfaktor ist die Beziehung zwischen beiden. Das ist die individuelle Energie, die im Kontakt zwischen zwei oder mehr Lebewesen entsteht.

Du kennst bestimmt auch Beispiele, wo das Pferd mit der einen Reiterin entspannt ins Gelände geht und sich mit der anderen schreckhaft verhält. Oder der Hund, der mit der Frau ruhig an anderen Hunden vorbei geht und bei dem Mann wild bellend in die Leine springt.

Oft können die Menschen auf bewusster Ebene gar nicht erklären, warum die Tiere sich jeweils so unterschiedlich verhalten. Klar wird dadurch, was schon der Psychologe Paul Watzlawick gesagt hat: „Du kannst nicht nicht kommunizieren.“ Und das heißt auch: Du kannst nicht nicht wirken.

 

Deine Gedanken, deine Gefühle und dein Verhalten haben IMMER eine Wirkung auf dein Pferd oder deinen Hund.

Umgekehrt ist das natürlich ganz genauso.

Dein Pferd oder dein Hund kommunizieren ebenfalls auf allen Ebenen und meist sehr aktiv mit dir. Jedenfalls, wenn du sie lässt.

Wenn sie nicht eingeschüchtert oder in die erlernte Hilflosigkeit getrieben sind, dann sprechen Tiere sehr deutlich mit uns. Und wenn wir uns darauf einlassen, dann ist es auch gar nicht so schwer, ihre Sprache zu verstehen. Die Bereitschaft, sich zu öffnen und vorurteilsfrei zuzuhören, ist die wesentliche Voraussetzung für eine gute Kommunikation.

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Ich erinnere mich an eine Reiterin, deren Pferd JEDE STUNDE beim Reiten DIE GANZE STUNDE über mit dem Schweif geschlagen hat. Da hätte jede nicht-reitende Freundin, die ich mit an den Stall gebracht hätte nach 30 Sekunden gesagt: „Da stimmt doch etwas nicht. Das Pferd fühlt sich nicht wohl. Das zeigt es doch ganz deutlich.“

Die Reiterin hat aber überhaupt nicht darauf reagiert. Das hat sie sicher nicht gemacht, weil sie ein schlechter Mensch oder gar als Tierquälerin unterwegs ist. Auch nicht, weil die Meinung ihres Pferdes sie nicht interessiert. Wahrscheinlich hat sie es gar nicht wahrgenommen, weil sie ihre Aufmerksamkeit auf ganz andere Dinge gerichtet hat. Ihre „Antennen“ waren nicht so gut ausgerichtet.

Ich vermute, dass das Pferd über das Schweifschlagen hinaus weitere Signale gesendet hat, wenn es ans Reiten ging. Vielleicht dreht es sich um und geht weg, wenn man nimmt dem Sattel kommt. Vielleicht weigert es sich, auf den Reitplatz zu gehen.

Für Tiere ist es meistens noch schwerer als für uns, ein Anliegen klar rüberzubringen.

Bei Hunden erlebe ich das auch vielfach. Oft wird Koko von anderen Hunden vermeintlich aggressiv angebellt. Die Besitzer schimpfen dann mit ihren Hunden. Dabei konnte ich schon von weitem bei der Begegnung erkennen, dass die Hunde Angstsignale gezeigt haben. Ein leichtes Wegdrehen des Kopfes, ein hektisches über die Lefze schlecken. Die Signale wurden aber von ihren Besitzern nicht wahrgenommen und somit haben sie auch nicht darauf reagiert.

Braun-weiß geschecktes Pferd auf der Weide

 

Kannst du dir vorstellen wie frustrierend es ist, wenn du versuchst, mit jemanden in Kontakt zu gehen und zu reden, um deine Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen und du wirst einfach nicht wahrgenommen oder immer wieder falsch verstanden?

So geht es vielen Tieren und je nach Typ werden manche dann lauter und vermeintlich aggressiver. Andere geben einfach auf und ziehen sich in sich selbst zurück.

Wie kannst du die Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund gut gestalten?

Aus dem oben Geschriebenen wird es wahrscheinlich schon deutlich: zuhören – zuhören – zuhören. Damit meine ich nicht nur mit den Ohren, sondern mit allen Sinnen. Ganz korrekt müsste es daher heißen: wahrnehmen – wahrnehmen – wahrnehmen. Vorurteilsfreies Wahrnehmen.

Vorurteilsfrei heißt: ohne sofort einzuordnen, Schlüsse daraus zu ziehen, Hypothesen zu bilden, Handlungen ableiten zu wollen oder direkt ins Handeln zu kommen.

Das ist gar nicht so leicht wie es sich vielleicht anhört, denn jeder Mensch bringt natürlich eigenes Wissen, Erfahrung, Glaubenssätze, Vorurteile, Erwartungen, Wünsche Ängste und Hoffnungen mit. Gerade dann, wenn es um das geliebte Pferd oder den geliebten Hund geht, sind die besonders stark ausgeprägt.

Deshalb gehört zu einer gelingenden Kommunikation, dass du dich selbst immer besser kennenlernst. Dann kannst du zum einen deine eigenen inneren Anteile besser filtern und erkennst gleichzeitig schneller, warum dein Tier auf eine bestimmte Art und Weise auf dich reagiert.

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5 Bausteine für eine gute Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund

Das ist keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, sondern die Bausteine helfen dabei, immer präsenter zu werden, immer mehr bei dir selbst anzukommen, dich selbst immer mehr so anzunehmen wie du bist und darüber auch die Kommunikation und die Verbindung mit deinem Pferd oder deinem Hund zu verbessern und zu vertiefen.

  1. Dich selbst kennen
    Je besser du dich kennst, je besser du dich selbst einschätzen kannst, desto besser kannst du auch die Kommunikation mit deinem Pferd oder deinem Hund gestalten.
    Mit allem was du sagt, teilst du immer auch etwas über dich selbst mit. Deshalb ist es so hilfreich, die eigenen Erwartungen, Wünsche, Hoffnungen, inneren Blockaden, Ängste, Stärken und Reaktions- und Handlungsmuster zu kennen. Sie fließen jeden Tag in den Kontakt mit deinem Hund oder deinem Pferd ein.

  2. Deinen momentanen inneren Zustand kennen
    Je nachdem, ob du gerade präsent bist oder zerstreut, bei dir oder mit den Gedanken ganz woanders, wach oder müde, interessiert oder gelangweilt, hoffnungsvoll oder hoffnungslos, selbstsicher oder ängstlich usw. usw. Auch das kommt bei deinem Pferd oder deinem Hund im Kontakt an und je nach Tagesform kann es sinnvoll sein, etwas ganz anderes zu machen, als du dir ursprünglich vorgenommen hast.

  3. Dich in dein Pferd oder deinen Hund hineinversetzen
    Nimm‘ die Situation immer wieder mal aus der Perspektive deines Pferdes oder deines Hundes wahr. Das wird dir oft ganz überraschende Erkenntnisse liefern. Mit etwas Übung wirst du irgendwann in der Lage sein, deine Perspektive immer wieder zwischendurch schnell zu wechseln.

  4. Flexibel kommunizieren
    Je mehr Möglichkeiten du hast, um dich auszudrücken, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Gegenüber dich versteht. Ganz klar ist es z.B., wenn jemand viele Sprachen spricht; oder ein Mensch der in der Lage ist, sich an die Ausdrucksweise seines Gegenübers anzupassen.
    In Bezug auf dein Pferd oder deinen Hund ist es hilfreich, wenn du deine Energie bewusst hoch- und runterfahren kannst, wenn du leicht zwischen verschiedenen Methode und Techniken wechseln kannst und wenn du kreativ bist, deinen ganz eigenen Weg zu entwickeln.

  5. Feedbackschleifen nutzen
    Oft kommt bei deinem Tier etwas ganz anderes an, als du beabsichtigt hast. Überprüfe immer wieder kleinschrittig, ob dein Pferd oder dein Hund dich auch wirklich verstanden hat und natürlich auch, ob sie innerlich bereit sind, mitzumachen. Je besser es dir gelingt, bereits erste Zeichen von Irritation und von Nicht-Verstehen bei deinem Tier zu erkennen, desto schneller kannst du darauf reagieren.

Du ahnst jetzt wahrscheinlich schon, dass du solange du lebst nie einen Haken hinter das Thema machen wirst, sondern es ein lebenslanger Prozess des sich Entwickelns ist. Die 5 Bausteine sind helfen dir dabei, die Kommunikation mit dir selbst und mit deinem Pferd oder deinem Hund zu einer schönen und spannenden Reise werden zu lassen.

Du willst eine Problem-Situation mit deinem Pferd oder deinem Hund ganz konkret betrachten und neue Perspektiven dafür entwickeln?

 

Genau dafür habe ich den SPIEGEL-TEST entwickelt:

 

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit der du strukturiert vorgehen und ganz klar verstehen kannst, was dein Tier dir sagen will.

 

Coaching-Fragen für 9 Alltagssituationen, die dir dabei helfen, dich, dein Pferd und deinen Hund besser zu verstehen

Coaching-Fragen für 9 Alltagssituationen, die dir dabei helfen, dich, dein Pferd und deinen Hund besser zu verstehen

Vielleicht geht es dir auch so, dass du dich am Ende eines Tages manchmal ein bisschen darüber ärgerst, dass du zwar Zeit mit deinem Pferd oder deinem Hund verbracht hast, aber eben doch nicht wirklich anwesend warst.  

 

In so vielen Alltagssituationen mit dem Pferd oder dem Hund laufen wir auf „Autopilot“. Gerade im Zusammensein mit unseren Tieren ist das total schade, da uns dadurch so vieles entgeht: viele Informationen, die wirklich wichtig für die körperliche und psychische Gesundheit unseres Pferdes oder Hundes sind, aber auch einfach das bewusste Genießen der gemeinsamen Zeit mit unserem Tier.

 

Daher habe ich dir in diesem Blog-Artikel Coaching-Fragen zusammengestellt, die dir dabei helfen, dich und dein Pferd oder deinen Hund besser zu verstehen, Situationen genau wahrzunehmen, neue Seiten an dir und deinem Tier zu entdecken und Dinge einfach mal aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

 

Die Fragen beziehen sich auf die Themen:

  1. Annäherung
  2. Kontaktaufnahme
  3. Körperpflege
  4. Füttern
  5. Satteln / Anleinen
  6. Gemeinsam Gehen
  7. Gemeinsam Chillen
  8. Training
  9. Spielen

 

 

Wie du die Coaching-Fragen sinnvoll nutzt

 

Bei der Beantwortung der Fragen gibt es kein Richtig und kein Falsch. Betrachte die Antworten möglichst ohne Bewertung oder Schuldgefühle, sondern mit Neugier, Offenheit und Interesse. Freu dich darüber, wenn du etwas Unerwartetes entdeckst. Sehr hilfreich dafür ist eine zugewandte liebevolle Haltung dir selbst und deinem Tier gegenüber.

 

Du kannst die Situationen und Fragen wie ein Baukastensystem sehen:

Wähle die Situation und die Frage aus, die gerade jetzt für dich interessant ist und die dich intuitiv anspricht.

Du kannst eine Situation mit mehreren Fragen intensiver betrachten oder auch eine Frage über eine Woche immer mal wieder stellen und schauen, ob sich je nach Situation etwas an der Antwort ändert.

 

1 _ ANNÄHERUNG

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Wie reagiert dein Tier, wenn du kommst?

  • Kommt dein Pferd an die Boxentür? Kommt es dir auf der Weide entgegen?
  • Dreht es sich um und geht genau in die andere Richtung?
  • Wartet dein Hund schon an der Tür, wenn du nach Hause kommst?
  • Springt er an dir hoch oder beachtet er dich gar nicht?
  • Welche Erwartung hast du?
  • Was wäre, wenn dein Tier komplett anders reagieren würde?
  • Was für einen Einfluss hat es auf deine Gefühlslage, ob dein Tier kommt oder nicht kommt?

2 _ KONTAKTAUFNAHME

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Wie reagiert dein Tier, wenn du Kontakt zu ihm aufnehmen willst?

 

  • Nimmt dein Pferd oder dein Hund von sich aus Kontakt auf?
    Kommt dein Pferd oder dein Hund auf dich zu und berührt dich von sich aus mit den Nüstern / der Schnauze?

 

  • Wie erlebst du die Annäherung? Erlebst du es als freundliche Begrüßung oder ist dein Tier so stürmisch, dass du einen Schritt zurückweichen musst?

 

  • Wie nimmst du selbst Kontakt zu deinem Pferd oder Hund auf? Schnell, langsam, vorsichtig, abwartend, forsch, direkt…? Nimmst du dein Tier dabei bewusst wahr? Holst du dir seine Erlaubnis für die Berührung ein?

 

  • Was hat du für Erwartungen? Warum möchtest du einen Kontakt zu deinem Tier?

 

  • Was gibt es dir, diesen Kontakt zu haben?

 

 

3 _ KÖRPERPFLEGE

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  • Was ist die Lieblingsputz- oder Lieblingskraulstelle deines Tiers? Wie genau zeigt dein Pferd oder dein Hund dir das? Wo will sich dein Tier gar nicht berühren lassen? Welche Art der Bürste mag mein Tier am liebsten?

 

  • Wie putzt oder kämmst du? Schnell, langsam, kräftig, sanft, bewusst oder nebenbei? Falls du Kontakt zu mehreren Tieren hast: macht du Unterschiede oder putzt und kämmst du jedes Tier gleich?

 

  • Erwartest du, dass dein Tier sich überall anfassen lässt? Muss es das? Wenn ja, warum denkst du so?

 

  • Wie empfindest du die Zeit der Putzens oder Kämmen? Bist du mit deinen Gedanken ganz da oder bist du ganz woanders?

 

 

4 _ FÜTTERN

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      • Was ist das Lieblingsessen deines Hundes oder deines Pferdes?

       

      • Wie verhält dein Tier sich, wenn es etwas zu Essen haben will? Wie verhält dein Tier sich beim Essen?

       

      • Ist das Essen das Highlight des Tages für dein Tier oder hat es auch andere Highlights?

       

      • Was bedeutet es für dich, dein Tier zu füttern? Läuft das eher nebenher oder hast du eine richtig Fütterungsphilosophie?

       

      • Welche Gefühle vermittelt dir das Füttern deines Tieres?

       

      • Bekommt dein Pferd oder Hund Leckerlis? Nutzt du Leckerlis beim Training? Warum oder warum nicht? Was wird dadurch ermöglicht? Was spräche für die genau konträre Vorgehensweise?

       

       

      5 _ SATTELN / ANLEINEN

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      • Satteln und Anleinen: Beobachte die ganz feinen Signale deines Pferdes oder deines Hundes. Wie verhalten sie sich, was kannst du wahrnehmen, wenn du dich mit dem Sattel näherst oder zur Leine greifst?

       

      • Das Ohrenspiel, die Augen, die Muskeln (angespannt oder locker), die Atmung oder gar ein Weggehen oder Weglaufen oder ein angerannt kommen verraten dir hier ganz viel.

       

      • Wie fühlst du dich selbst in diesem Moment? Bist du gelassen oder hektisch?  Willst du das Satteln oder Anleinen schnell hinter dich bringen, weil du Reiten bzw. Spazieren gehen will? Bist du gedanklich im Moment oder bist du mental schon beim Reiten oder auf dem Spazierweg?

       

       

      6 _ GEMEINSAM GEHEN

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      • Geht ihr in einem ähnlichen Tempo? Oder will einer schnell und der andere lieber langsam gehen?

       

      • Geht ihr flüssig oder ruckelt es? Zieht dein Pferd oder dein Hund in eine andere Richtung?  Drängt dein Tier dich ab oder läuft dir vor die Füße?

       

      • Spürst du einen Kontakt, der durch das Seil oder die Leine geht?

       

      • Lauft ihr gemeinsam oder geht jeder für sich?

       

      • Bist du gedanklich im Moment, bei dir und bei deinem Tier? Oder denkst du beim Gehen an die Arbeit, die Familie oder andere Themen? Bist du die ganze Zeit am Handy?

       

      • Wie fühlst du dich neben deinem Pferd oder deinem Hund? Vertraut, unsicher, aufgeregt, gelassen…?

       

       

      7_ GEMEINSAM CHILLEN

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      Einfach gemeinsam Zeit verbringen. Bei deinem Pferd auf der Weide oder in der Box sitzen; mit dem Hund draußen bummeln oder drin gemeinsam Zeit verbringen.

      • Wo genau und mit was verbringt dein Tier am liebsten seine Zeit zum Wohlfühlen und zum Erholen?

       

      • Machst du das bereits regelmäßig und verbringst bewusst Zeit mit deinem Pferd oder deinem Hund, ohne dass es dabei um Training oder Lernen geht? (Falls du ein Pferd und einen Hund hast, gibt es da einen Unterschied?)

       

      • Fällt es dir leicht oder schwer? Kannst du die Zeit genießen oder bist du gedanklich ganz woanders?

       

      • Wartest du darauf, dass du bald wieder aktiv etwas tun kannst oder wünschst du dir, dass ihr ewig weiter chillen könntet?

       

      8_ TRAINING

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      • Wenn du deinem Hund oder deinem Pferd etwas beibringen möchtest:
        Ist es dir wichtig, dass:
        1. es euch beiden Spaß macht?
        2. es schnell voran geht?
        3. die Übung korrekt ausgeführt wird?
      • Bist du gedanklich mehr bei deinem Tier oder mehr bei dir?

       

      • Wie verhältst du dich, wenn du trainierst: Hast du einen genauen Plan? Arbeitest du spontan? Warum machst du das so?  Was sind die Vorteile, was die Nachteile? Arbeitest du nach einer bestimmten Trainingsmethode? Lehnst du ein bestimmtes Vorgehen ab? Wenn ja, warum?

       

      • Wann macht dir das Training Spaß? Ist dir vor allem das Ergebnis oder die Beziehung wichtig? Wie reagierst du, wenn eins von beiden oder beides an einem Tag nicht so ist, wie du dir das wünschst?

       

      • Wieviel Mitbestimmungsrechte gibst du deinem Pferd oder deinem Hund? Darf dein Tier auch mal keine Lust auf Training haben? Welche Gefühle löst das in dir aus? Was denkst du dann? Gibt es Übungen, bei denen du kompromisslos bist und andere, bei denen du kompromissbereit bist? Wie unterscheiden sie sich und warum entscheidest du so?

       

      • Was genau gibt dir das, wenn dein Tier sich so verhält, wie du es erwartest? Wer bist du dadurch, dass dein Tier dieses Verhalten zeigt?

       

       

      9 _ SPIELEN

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      • Wo, wann und wie spielen dein Pferd oder Hund gerne?

       

      • Wie zeigt dein Tier dir an, dass es in Spiellaune ist? Wie verhält dein Tier sich beim Spielen?
      • Woran erkennst du, dass es Freude dabei hat? Wie zeigt dir dein Tier, dass es nicht mehr spielen möchte? 
      • Wo, wann und wie spielst DU gerne mit deinem Hund oder deinem Pferd? Ist das für dich eine reine Spielsituation oder sollte auch ein Spiel für dich „pädagogisch wertvoll“ sein?
      • Wer von euch macht normalerweise den Anfang beim Spielen?

      Du willst eine Problem-Situation mit deinem Pferd oder deinem Hund ganz konkret betrachten und neue Perspektiven dafür entwickeln?

       

      Genau dafür habe ich den SPIEGEL-TEST entwickelt:

       

      Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit der du strukturiert vorgehen und ganz klar verstehen kannst, was dein Tier dir sagen will.

       

      Ich wünsche dir dabei viel Freude!

       

      Schreib‘ mir gerne per Mail oder auf Instagram (@petra.graak), was du mit dem SPIEGEL-TEST oder auch mit den Coaching-Fragen herausgefunden hast.

      Warum du auf dich selbst schauen solltest, wenn dein Hund an der Leine zieht und dein Pferd bockt…

      Warum du auf dich selbst schauen solltest, wenn dein Hund an der Leine zieht und dein Pferd bockt…

      …und welche 3 Verhaltensweisen eine Lösung am meisten behindern

       

      Waaas? Mein Pferd bockt, mein Hund zieht an der Leine und ich bin Schuld?

      Ganz klar:  NEIN! Du bist nicht Schuld. ABER: du trägst zu 100% die Verantwortung für deine Reaktion darauf.

      Ich weiß, diese Haltung ist nicht bequem, aber eine intensive Beschäftigung mit dir selbst kann extrem nützlich sein, um euer Problem zu lösen.

      Außerdem kann es auch richtig viel Spaß machen!

       

      Persönlichkeitsentwicklung bedeutet nicht, ewig lang durch das Tal der Tränen zu gehen, sondern ist auch verbunden mit ganz vielen persönlichen Hochfühl-Momenten.

       

      Da kommst du aber nicht so schnell hin, wenn du lange in einem dieser 3 Bereiche bleibst:

       

       

      Die 3 Wege der Problem-Stabilisierung

       

      1. Problem-Fokus
      2. Arbeit am Symptom
      3. Kontroll-Mythos

       

       

      Problem-Fokus

      Das Pferd bockt? Der Hund zieht an der Leine und kläfft andere Hunde an?

      Sehr schnell entwickelt sich ein Fokus, nur das Problem wahrzunehmen und regelrecht darauf zu warten.

      Wann ist es wieder so weit? Wie kann ich es verhindern? Wie kann ich es unterbinden? Warum tut mein Tier das?

      Es ist absolut verständlich, das Problem so schnell wie möglich lösen zu willen, aber genau diese Konzentration auf das Problem führt dazu:

       

      • Das wir das Pferd oder den Hund und auch uns selbst nur noch in Bezug auf das Problem wahrnehmen. Das kennt man ja, wenn man beim Arzt ist und mitbekommt, dass man eigentlich nur noch als „der Fuß“ betrachtet wird
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      • .Es wird um so schwerer, eine Lösung zu finden, weil der Problem-Fokus den Blickwinkel einengt. Für eine Lösung brauchst du Weite und neue Perspektiven.

       

      Die Konzentration auf das Problem führt sehr häufig zum nächsten Punkt.

       

      Arbeit am Symptom 

      Das Pferd sperrt (reißt das Maul auf) beim Reiten? Dann wird der Sperrriemen enger geschnallt.

      Das Pferd reißt den Kopf hoch?  Dann wird er mit „Hilfszügeln“ runter gebunden.

      Der Hund bellt und knurrt bei der Begegnung mit anderen Hunden? Dann wird er deutlich zusammengestaucht und ermahnt. „Nein, Aus, Lass‘ das“ und zusätzlich ein Ruck an der Leine.

      Etwas auf Knopfdruck öndern

      Der Fokus im konventionellen Tiertraining ist sehr oft nur auf das Symptom gerichtet. Einerseits ist das verständlich, denn der Leidensdruck der Menschen ist groß und der Erfolgsdruck der Trainer auch.

       

      Aber das Symptom ist nur ein Kommunikationsversuch deines Pferdes oder Hundes.

       

      Es hilft nichts, das Symptom abzustellen. Das wäre so, als wenn du den Feuermelder ausschaltest ohne das Feuer zu löschen.

      Das Pferd bockt, weil es etwas noch nicht versteht, weil es Angst hat oder weil ihm etwas weht tut. 

       

      Der Hund bellt und geht auf andere Hunde los. Das wirkt aggressiv, aber sehr oft ist das ebenfalls einfach Zeichen von Angst und Unsicherheit.

       

      So war es z.B. lange Zeit bei meiner Galga Koko. Es war ihr einfach unheimlich, wenn ein anderer Hund ihr frontal entgegenkam. Wenn es dann noch eng war und es keine Möglichkeit zum Ausweichen gab, hat sie die Flucht nach vorne angetreten und gebellt und geknurrt.

       

      Wenn die Kommunikationsversuche des Pferdes und des Hundes lange ins Leere laufen, dann werden sie lauter reden. D.h. die Verhaltensweisen werden verstärkt oder durch massivere ersetzt um endlich gehört zu werden.

       

      Das führt irgendwann zu Punkt 3.

       

       

      Kontroll-Mythos

       

      Die deutliche und manchmal massive Kommunikation des Tiers macht Menschen oft Angst. Sie fühlen sich hilflos, weil alle Maßnahmen zur Symptombekämpfung nichts nützen.

      Jetzt kommt oft der Wunsch, sich selbst und auch das Tier zu schützen vor diesen heftigen Reaktionen und Gefühlen.

       

      Auch das ist gut nachvollziehbar. Wer fühlt sich schon gerne hilflos und voller Angst?

      Kontrolle zeigen

      Aber ein anderes Wesen kontrollieren zu können ist eine Illusion.

       

      Du kannst kein anderes Lebewesen und auch nicht deine Umwelt zu 100% kontrollieren.

       

      Wahrscheinlich willst du das auch gar nicht wirklich, denn:

      Im Zusammenhang mit unseren Tieren hängt Kontrolle sehr oft mit bedingungsloser Unterdrückung des Tieres zusammen.

       

      Sie sollen sich so verhalten, wir es uns gefällt, wie es für uns bequem ist, wie es für unser Selbstbild und unsere Wirkung auf andere gut ist. Damit wir unsere Angst nicht mehr spüren. Damit wir nicht mehr mit unserer Hilflosigkeit konfrontiert werden.

       

      Durch Unterdrückung wird massiver Druck ausgeübt und was dann passiert: Druck erzeugt Gegendruck. Damit wird eine unglückliche Spirale in Gang gesetzt.

       

      Das alles widerspricht natürlich dem, was sich die meisten Reiter*innen und Hundebesitzer*innen wünschen:  eine wirklich tiefe und vertrauensvolle Beziehung mit ihrem Pferd und ihrem Hund.

       

      Was kannst du also tun, wenn du mehr willst als das Symptom abstellen und dabei gleichzeitig die Beziehung zu deinem Pferd und deinem Hund vertiefen willst?

       

       

       

      Richte deine Aufmerksamkeit auf dich selbst

       

      Du bist die Einzige, bei der du aktiv und zielgerichtet etwas verändern kannst.

       

      Nur durch eine Veränderung deines eigenen Verhaltens, und damit meine ich deine gesamte innere Haltung, also auch deine Gedanken und deine Gefühle, kreierst du eine Chance dafür, dass auch dein Tier sich verändert.

       

      Wenn du die Bedeutung von Signalen gemeinsam mit deinem Pferd abstimmst und dabei selbst innerlich klar bist, dann muss es nicht mehr buckeln, weil es versteht. Wenn du deinem Hund draußen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln kannst, weil du dich selbst sicher fühlst in der Situation, muss er nicht mehr bellen.

       

      ausgeklügelte Balance

      Glücklicherweise hilft dein Tier dir dabei, wie du selbst in einen guten inneren Zustand kommen kannst. Denn das Verhalten deines Pferdes und deines Hundes ist immer auch ein Spiegel für dich selbst.

       

      Du kannst darin wunderbar deine Art der Kommunikation erkennen. Dein Pferd und dein Hund spiegeln dein Verhalten und damit auch deine Gedanken und deine Gefühle.

       

      Wenn du ihnen zuhörst, wirst du schnell merken ob du dich in eine gute oder nicht so gute Richtung bewegst und kannst dein Verhalten nach und nach anpassen.

       

      Der erste Schritt auf diesem Weg ist es, herauszufinden, wie dein Pferd und dein Hund dich spiegeln und zu verstehen, was sie dir sagen.

       

      Genau dafür habe ich den SPIEGEL-TEST entwickelt:

       

      Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit der du strukturiert vorgehen und ganz klar verstehen kannst, was dein Tier dir sagen will.

      Du wirst dabei sicher neue Perspektiven in euer Mensch-Pferd oder Mensch-Hund-Beziehung entdecken.

       

      Ich wünsche dir dabei viel Freude!

       

      Schreib‘ mir gerne per Mail oder auf Instagram (@petra.graak), was du mit dem SPIEGEL-TEST herausgefunden hast.

      Dein Pferd und dein Hund sind dein bester Coach

      Dein Pferd und dein Hund sind dein bester Coach

      Mit deinem Pferd und deinem Hund hast du deinen Coach für Persönlichkeitsentwicklung immer an deiner Seite

       

       

      Es wäre wirklich extrem schade, wenn du das Feedback, das du an jedem Tag und in jedem Moment von deinem Tier bekommst, nicht nutzen würdest!

      Es sei denn, du sagst:  „Ich will so bleiben wie ich bin.“  Dann kannst deine Zeit natürlich besser nutzen, als weiterzulesen.

      Ich persönlich will das aber definitiv nicht. Wenn ich mir vorstelle, wieder die Petra mit 20 zu sein…hui…och nein. Auch nicht mehr die mit 30 oder mit 40. Altersmäßig natürlich schon ganz gerne, aber bitte nur mit den Erfahrungen von heute.  😉

      Nimm‘ dir hier ruhig mal eine Minute und stell dir vor, du wärst jetzt wieder genauso wie vor 10 oder 20 Jahren. Und an deinem Wissens- und Erfahrungsschatz würde sich auch nie etwas ändern. Wie fühlt sich das für dich an? Würdest du dich gerne sofort auf die Reise zurückbegeben?

      Aber um es klar zu machen, bevor ich tiefer einsteige: mir geht es NICHT um Selbstoptimierung. Das letzte Quäntchen Kraft aus dir rauszupressen, auch die letzte Sekunde des Tages vermeintlich sinnvoll zu nutzen und vielleicht sogar deinen Schlaf zu optimieren.

      Aus meinen Coachings weiß ich, dass genau diese Selbstoptimierung nicht glücklicher und zufriedener macht. Eher das Gegenteil.

      Ich meine mit persönlicher Entwicklung ein Herausschälen aus alten Hüllen und loslassen von allem, was nicht mehr wirklich zu dir passt. Je mehr du bei dir selbst ankommst, je mehr du deine wirklichen inneren Wünsche kennst und lebst, je mehr du spürst, dass du mit deinem Dasein einen Unterschied machst, desto öfter schlägt das Pendel in Richtung Zufriedenheits- und Glücksgefühle aus.

      Genau dabei können dir dein Pferd und dein Hund super helfen.

       

      Warum gerade dein Pferd und dein Hund die Experten für deine Persönlichkeit sind

      Zwei Pferde beobachten ihre Umgebung

      Tiere sind Meister der Beobachtung. Sie erkennen jede kleinste Veränderung deiner Körpersprache, sie spüren sofort, ob du mental anwesend bist, ob du entspannt oder gestresst bist, ob du sicher oder unsicher bist, ob du Angst hast oder gelassen bist.

      Sehr oft spüren sie das besser als wir selbst, weil wir mit unseren Gedanken meist mit so vielen verschiedenen Dingen beschäftigt sind oder weil wir einiges einfach als normal empfinden.

      Früher hatte ich mal einen Job im Management eines internationalen Unternehmens. Das hat mir Spaß gemacht, ich hatte spannende Projekte und nette Kollegen. Trotzdem kam ich abends oft extrem gestresst in den Stall. Vielfach habe ich das aber gar nicht bemerkt. Für mich war alles ganz normal.

      Das es nicht ganz so normal bzw. eben doch recht anstrengend war, habe ich oft erst durch meine damalige Stute Evita gemerkt. Wir kamen an so einem Tag überhaupt nicht auf einen Nenner, haben nicht gut kommuniziert und im Laufe der Zeit ist mir aufgefallen, dass das besonders an Tagen vorkam, die sehr stressig waren.

      Neben der ihnen angeborenen Fähigkeit zur feinen Wahrnehmung ist ein weiterer Punkt, dass dein Tier sich in der Regel mehr für dich interessiert und sich mehr auf dich konzentriert als jeder andere Mensch auf dieser Erde.

      Dein Hund ist wahrscheinlich ganz viele Stunden am Tag mit dir zusammen und auch wenn du dich auf etwas anderes konzentrierst, hat er mit Sicherheit einen Teil seiner Aufmerksamkeit bei dir.

       Mit dem Pferd sind die meisten von uns nicht so lange zusammen, aber als Fluchttiere haben sie sehr feine Antennen für alles, was um sie herum passiert. Außerdem stellen wir an unsere Pferde in der Zeit, die wir mit ihnen verbringen, recht viele Anforderungen, so dass sie auch über ihre natürliche Veranlagung hinaus lernen, uns extrem genau zu beobachten.

      Dieser Punkt ist leider gar nicht so gut, weshalb ich persönlich es wichtig finde, viele gemeinsame Pausen einzubauen und die Lerneinheiten nicht so lang zu gestalten.

      Dein Pferd und dein Hund erkennen auch die Grundenergie, mit der du gerade unterwegs bist. Mehr dazu kannst du in meinem Blog-Artikel „Die 4 Energie-Ebenen der Kommunikation mit deinem Tier“ lesen.

      Außerdem haben sie ein extrem gutes Gespür für deine Schwachstellen. Bestimmt kann auch dein Tier ganz einfach deine „roten Knöpfe“ betätigen? Oft finden sie dabei auch Punkte, die für uns bisher sogenannte „Blinde Flecken“ sind, die wir selbst noch gar nicht bewusst bemerkt haben.

       

      Wie du das Feedback von deinem Pferd und deinem Hund für deine persönliche Entwicklung nutzen kannst und dabei gleichzeitig auch noch eure Beziehung stärkst

       

      Das Feedback deines Tieres kann zu einer echten WIN-WIN-SITUATION für euch beide werden. Du erfährst mehr über dich, hast die Chance, dich zu entwickeln und bringst deine gestärkte Persönlichkeit wieder in eure Beziehung ein.

      Je zufriedener, glücklicher, gelassener, sicherer oder was auch immer für dich gerade wichtig ist du bist, desto angenehmer ist das Zusammensein mit dir auch für dein Pferd und deinen Hund. Und genau das ist es doch, was 99,9% aller Pferde- und Hundebesitzerinnen wollen: ein richtig toller Mensch für ihr Tier zu sein.

      Die wichtigste Voraussetzung, damit du das Feedback deines Tiers nutzen kannst ist, es erst mal wahrzunehmen.

      Eine hilfreiche Einstellung dafür ist:

       

      Das Feedback von deinem Pferd und deinem Hund ist nie gegen dich gerichtet.
      KEIN TIER MACHT ETWAS NUR UM DICH ZU ÄRGERN!

      Mit dieser Einstellung kannst du alles, was du wahrnimmst, erst mal ganz gelassen so stehen lassen. Stell‘ dir vor, du bist eine Wissenschaftlerin und erhebst erst mal Daten. Alles was du beobachtest ist einfach super interessant. Nichts davon wird bewertet.

      Dein Hund zieht immer wieder an der Leine? Interessant! Dein Pferd zeigt an der Longe die tollsten Sprünge? Interessant! Dein Hund bellt manche Hunde an, manche aber nicht? Aha! Spannend! Dein Pferd will bei dir nicht angaloppieren? Spannend!

      Frau schreibt in Notizbuch

      Oft verändert sich alleine durch diesen Blickwinkel schon viel. Diese Einstellung kann gut dabei helfen, nicht jedes Verhalten sofort zu bewerten. Und genau das ist für eine Persönlichkeitsentwicklung die Spaß macht, extrem wichtig.

      Bitte habe diese positive Haltung auch dir selbst gegenüber! Das ist für die meisten meiner Coachees viel schwerer als gegenüber ihrem Tier.

      Aber für dich gilt das Gleiche wir für dein Tier. Auch wenn dein Pferd oder dein Hund dein Verhalten und deine innere Haltung spiegeln:

      Auch du machst das nicht, um dein Tier zu ärgern!

      Sehr oft wissen wir es einfach nicht besser oder ein Verhalten war zu einem bestimmten Zeitpunkt nützlich für uns, ist es aber in der konkreten Situation nicht mehr.Also mach‘ es bitte auch bei dir so: nicht bewerten, nur beobachten.

      Das sage ich so ausdrücklich, weil das mit der Bewertung meistens im Bruchteil einer Sekunde geht. Wir können kaum anders, als etwas zu bewerten und einzuordnen. Daher  ist es eine gute Übung, immer wieder mit dem neutralen Blick der Forscherin ganz bewusst die eigene Wahrnehmung zu trainieren.

      Durch das Feedback deines Pferdes und deines Hundes kannst du dir also viele Seminartage sparen. Wobei du dich natürlich speziell mit einem Pferd sowieso schon im Bereich des Hochpreis-Coachings bewegst.  😉

      Warum eine gute Intuition dir dabei hilft, die Verbindung mit deinem Pferd und deinem Hund zu stärken

      Warum eine gute Intuition dir dabei hilft, die Verbindung mit deinem Pferd und deinem Hund zu stärken

      Eine gute Intuition führt dich wie von selbst hin zu einer vertrauensvollen Verbindung mit deinem Pferd und deinem Hund.

       

      Stell‘ dir vor, du hast ein Date und als Vorbereitung hast du eine Checkliste auswendig gelernt.
      „Wenn er X sagt, sage ich Y; wenn sie Z sagt, dann antworte ich mit D.“
      Das wird bestimmt ein abwechslungsreicher und interessanter Abend…

       

      Selbst jemand, der in vielen Situationen analytisch vorgeht, würde wahrscheinlich nicht sagen: „Ich bin ein totaler Kopfmensch, deshalb brauche ich unbedingt eine Checkliste für die Verabredung.“

      Warum ist es dann im Kontakt mit Tieren oft anders?

       

      Der Reitunterricht und die Übungen in der Hundeschule sind vielfach sehr technisch und schematisch aufgebaut.

      Hier bezieht man sich auf ein ganz bestimmtes Vorgehen in bestimmten Situationen, auf festgelegte Methoden, über die ganze Trainingsrichtungen definiert werden. Aber das passt eben nicht immer zu dir und deinem Pferd und deinem Hund.

       

      Menschen erzählen mir oft, dass ihnen im Reitunterricht oder in der Hundeschule „ETWAS fehlt“. Oft können sie dieses ETWAS gar nicht konkret benennen. Eigentlich mögen sie ihre Trainer*in, aber trotz aller Mühe von beiden Seiten, kommen sie nicht wirklich weiter.

      Oder sie machen Fortschritte, aber sie spüren, dass sie dabei keine wirkliche Verbindung mit ihrem Pferd und ihrem Hund aufbauen. Das was sie tun, bleibt in gewisser Weise mechanisch und ohne Herz.

       

      EIN GROßER ANTEIL JEDER AUSBILDUNG

      UND JEDEN UNTERRICHTS SOLLTE

      MEINER MEINUNG NACH

      DAS HINSPÜREN SEIN.

      Ein Symbol für Gefühl
      • .Welchen Sinn macht es, Lektionen zu reiten, wenn man das Pferd gar nicht fühlt?

       

      • Welchen Sinn macht es, dass der Hund sich millimetergenau neben den Menschen setzt, wenn der Mensch nicht spürt, dass sein Hund auf der Hundewiese keinen Spaß, sondern Angst hat?

       

      Meiner Meinung nach werden viele Menschen im konventionellen Reitunterricht oder in der Hundeschule regelrecht von ihrer Intuition getrennt.

       

      Dabei kann gerade das Zusammenleben mit einem Pferd oder Hund dabei helfen, die eigene Intuition wieder zu stärken.

       

      Und das sollte in jeder Stunde ein wichtiger Bestandteil sein. Zum Wohl des Menschen und zum Wohl des Pferdes und des Hundes.

       

      Warum hast du ein Pferd oder einen Hund?

       

      Die meisten Menschen die zu mir kommen sagen, um gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen. Sie möchten mit ihrem Pferd entspannt reiten und mit ihrem Hund entspannt spazieren gehen. Fast immer kommt auch der Satz: „Ich wünsche mir eine Beziehung voller gegenseitigem Vertrauen.“

       

      Eine wirklich vertrauensvolle Beziehung wird aber niemals aus Technik und Konditionierung erwachsen.

       

      Eine vertrauensvolle Beziehung entsteht aus guter Kommunikation. Vertrauen entsteht durch ein in Resonanz gehen. Du willst spüren, was euch jetzt guttun würde. Du willst spüren, ob eine Übung gut für dein Pferd oder deinen Hund ist. Und das ist auch möglich.

      Aus meinen Coachings weiß ich, dass jeder Mensch die Fähigkeit dazu hat, seine Intuition zu stärken und sich von ihr leiten zu lassen.

      Gerade diese gute Intuition trägt dazu bei, im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen.

      Die Entscheidungen, die für dich ganz persönlich und für dein Pferd und deinen Hund die stimmigen sind.

      Zielscheibe als Sinnbild für Zielorientierung

      Deshalb möchte ich dir Mut machen, genau hinzuhören und hinzufühlen. Oft macht die Intuition sich nämlich nur sehr leise und zaghaft bemerkbar.

      Vielleicht hast du ein vages Gefühl, das ETWAS nicht stimmt, das kann ein bestimmtes Vorgehen im Training sein, ein Feedback, dass du von deinem Tier bekommst oder auch wenn du noch gar nicht genau benennen kannst, was dieses ETWAS ist.

      Auch wenn es noch nicht so richtig deutlich ist, trau‘ dich trotzdem, auf deine Intuition zu hören und diese Stimme wahrzunehmen.

       

      Denn je öfter du dieses Gefühl wahrnimmst und versuchst herauszufinden, was sich da gerade bemerkbar machen will, desto mehr stärkst du deine Intuition.

       

      Dabei ist es ganz egal, wie leise diese Stimme oder Wahrnehmung am Anfang noch ist. Du kannst deine Intuition trainieren wie jede andere Fähigkeit auch.

       

       

      Was ist Intuition überhaupt?

       

      Intuition bedeutet, in einer Situation eine unmittelbare Gewissheit zu haben, die nicht aus dem logischem Denken kommt. Es kann Erfahrungswissen sein, aber oft geht eine gute Intuition weit über selbst gemachte Erfahrungen hinaus.

       

      Im Zusammenhang mit deinem Pferd oder Hund kann dein Bauchgefühl sich z.B. darauf beziehen, dass du weißt:

      • Was genau dein Pferd oder dein Hund in diesem Moment sagen will.
      • Was genau dein Pferd oder dein Hund in diesem Moment fühlt.
      • Wie genau du dich in diesem Moment am besten Verhalten sollst.
      • Ob Trainer A oder Trainer B euch am besten unterstützen kann.
      • Heute nicht ums Feld, sondern durch den Wald zu reiten.

       

      Während du beim bewussten Nachdenken und Analysieren praktisch eine Taschenlampe auf das Thema hältst, nimmst du mit deiner Intuition auf einer ganzheitlichen Ebene wahr. Die Erkenntnisse durch deine Intuition können oft ganz andere sein als die durch logisches Denken.

       

       

      Wie erkennst du Intuition?

       

      Manchmal ist das erste Anzeichen dafür, dass deine Intuition sich meldet, im tatsächlichen Wortsinn ein schlechtes Bauchgefühl. Es kann ein flaues Gefühl im Magen sein, es kann aber auch sein, dass du richtige Magenschmerzen bekommst. Es kann ein Gefühl der Enge auf der Brust sein, ein Kloß im Hals, Rückenschmerzen, die plötzlich wieder da sind…

       

      Dein Körper ist ein sehr guter Seismograph dafür, ob du in eine für dich stimmige Richtung gehst.

      Grenzen deines Tieres respektieren; Tierkommunikation

      Daher ist mein erster Tipp: 

      fühle immer mal wieder bewusst in deinen Körper hinein. Am besten machst du das einfach zwischendurch am Tag in verschiedenen Situationen. So bekommst du eine immer bessere Wahrnehmung dafür, wie sich die unterschiedlichen Gefühle bei dir körperlich zeigen.

      Wenn du das regelmäßig machst, dann kannst du auch immer besser unterscheiden, ob etwas nicht stimmig ist oder ob es einfach nur NEU ist.

       Wie kannst du deine Intuition trainieren?

       

      Wenn du deine Intuition gezielt stärken willst, dann auch über die oben beschrieben viele weitere Möglichkeiten:

       

      2. Bewusst wahrnehmen

      Sowohl dich selbst, was du denkst, fühlst, siehst, hörst als auch dein Pferd und deinen Hund. Dafür brauchst du Offenheit, Entspanntheit, Gelassenheit. Das Wichtigste und auch Schwierigste hierbei ist, nicht sofort zu werten, zu be-werten und zu interpretieren.

       

      3. Im Hier-und-Jetzt-sein

      Schaffe dir bewusste Übergänge zwischen deinen unterschiedlichen Lebensaufgaben. So kannst du im Stall wirklich im Stall sein, an der Arbeit wirklich an der Arbeit, bei der Hunderunde ganz bei dir und deinem Hund und beim Essen ganz mit deiner Familie.

       

      4. Gelassenheit und Entspanntheit trainieren

      Deine Intuition kann sich nur melden, wenn sie neben allem anderen auch von dir wahrgenommen werden kann. Je weniger gestresst, genervt, angespannt und unter Druck du dich fühlst, desto mehr bekommst du mit, was deine wahren Wünsche und Bedürfnisse von dir und deinem Pferd und deinem Hund sind.

      Ich selbst nutze für mich und meine Coachees gerne die EFT Klofpakupressur. Du kannst natürlich auch Atemübungen, Yoga, Meditation, Dankbarkeitsübungen oder Tagebuch schreiben nehmen.

       

      5. Vertraue deiner Intuition

      Je öfter du deinem Bauchgefühl Raum gibst, desto öfter wirst du die Erfahrung machen, dass es dich sehr gut unterstützt und führt. Und auch wenn du im Nachhinein mal feststellst, dass du daneben lagst, trainierst du auch damit langfristig wieder die Genauigkeit deiner Intuition.

       

      Lass‘ dir deine Gefühle auf keinen Fall von irgendwem ausreden.

       

      Wenn ein Trainer meint, er weiß besser was gut für dich und für dein Pferd und deinen Hund ist, das aber nicht zu deinem Bauchgefühl passt, dann rede mit ihr oder ihm.

       

      Du bist die Expertin für dein Pferd und deinen Hund. Deine Intuition wird dich dabei auf einen guten Weg führen, wenn du sie lässt und stärkst.

      Wie dein Tier dir dabei helfen kann, eigene Grenzen zu überschreiten

      Wie dein Tier dir dabei helfen kann, eigene Grenzen zu überschreiten

      „Die einzige Grenze die existiert, ist die in deinem Kopf“

       

      Der Satz kann beflügeln und dazu ermutigen, „Out-of-the-Box“ zu denken. Sich endlich zu trauen, den nächsten Schritt zu gehen.

      Gleichzeitig kann dieser Satz für jemanden bedeuten, dass Grenzen etwas schlechtes sind. Aber so eindeutig ist das nicht.

      Grenzen können negativ UND positiv sein.

       

      Sie können dich klein halten UND sie können dir helfen zu wachsen. Manchmal ist es die Herausforderung, eine Grenze zu überschreiten und manchmal ist es die Herausforderung, eine Grenze zu setzen.

       

      „Der will dich dominieren.“ „Das darfst du dir nicht bieten lassen.“ „Du musst in der Lage sein, jeden ihrer Schritte zu kontrollieren.“

      „Ich arbeite komplett ohne Druck.“ „Ich arbeite nur mit positiver Verstärkung.“ „Mit jedem NEIN verunsicherst du dein Tier.“

       

      2 extreme Positionen in der Trainerwelt und überhaupt im Umgang mit Tieren. Beides existiert und ist weit verbreitet. Besonders in Social Media habe ich oft den Eindruck, als ob die unzähligen Varianten zwischen diesen Polen so leise sind, dass sie gar nicht wahrgenommen werden.

      Meiner Meinung nach fördern beide Haltungen in ihren Extremen wiederum nur das Zementieren von Grenzen. Beide Haltungen schränken dich und dein Tier in euren Möglichkeiten ein.

       

      Natürlich geben sie auch Sicherheit. Aber wenn du die Grenzen einfach von anderen übernimmst und dich einem System und einer bestimmten Methode unterordnest, verlierst du leicht den Kontakt zu dir zu und deinem Tier.

       

      Daher finde ich es wichtig immer wieder zu hinterfragen:

      • Fühle ich mich mit diesen Grenzen wohl?
      • Sind sie zu eng?
      • Sind sie zu weit?
      • Was würde es bedeuten, wenn ich sie verschieben könnte?
      • Fühlt sich die Grenze nur so angenehm an, weil sie mich in meiner Komfort-Zone hält?

      Diese und ähnliche Fragen kannst du auch für dein Tier stellen. In meinen Coachings fange ich allerdings immer mit dem Menschen an und nicht mit dem Tier.

      Die Menschen kommen zwar meistens zu mir, weil sie etwas an ihrem Tier verändern wollen, aber eins ist klar:

       

      Du kannst kein anderes Lebewesen verändern.

       

      Jedenfalls nicht, wenn du kein totalitäres System aufbauen willst. Ich möchte das nicht. Ich möchte auch kein Tier, dem die Freiwilligkeit, das eigene Denken und die Äußerung einer eigenen Meinung verboten oder wegkonditioniert wurde.

       

      Eine gute Beziehung basiert für mich auf einer offenen Kommunikation. Eine Kommunikation, in der Mensch und Tier ihre eigene Meinung äußern dürfen.

       

      Erst durch diesen Austausch formt sich die Beziehung. Das Setzen, das Akzeptieren und auch das Verschieben von Grenzen helfen euch dabei, eure Beziehung zu gestalten und zu entwickeln.

       

      Dabei ist das Setzen und Auflösen von Grenzen nichts statisches, sondern ein Kommunikationsprozess, der immer in Bewegung ist.

       

      Wie sieht das in der Praxis aus?

      Riesiger Hund links und kleiner Hund rechts - Tierkommunikation

      Egal ob dein Pferd mit dir im Galopp vom Platz rast, du dich nicht traust auszureiten oder dein Hund aggressiv auf andere Hunde reagiert.

      Es macht immer Sinn, die Situation aus dem Blickwinkel zu betrachten, wie du selbst die Rahmenbedingungen so gestalten kannst, dass du für dein Tier eine neue Tür öffnest. Zu den Rahmenbedingungen zählen für mich auch deine Gedanken, Gefühle und deine innere Einstellung.

       

      Im Gespräch fallen dann schnell Sätze wie: „So bin ich halt.“ „Das geht mit meinem Tier nicht.“ „Das habe ich schon alles versucht.“

       

      Bestimmt kennst du solche Gedanken. Das sind typische Beispiel für selbst gesetzte Grenzen. Die gilt es im ersten Schritt zu entdecken, bevor du sie überhaupt verändern kannst.

       

      Oft fallen uns diese Gedanken gar nicht mehr auf. Wir halten sie für die Wahrheit. Die Grenzen erscheinen uns festzementiert. Das sind die klassischen Glaubenssätze.

       

      Damit begrenzt du dich nicht nur selbst, sondern es ist auch eine schöne Ausrede, gar nicht erst ins Tun zu kommen.

      Ich kenne Menschen, die jahrelang nie mit ihrem Pferd eine Runde im Wald gedreht haben. „Das geht mit meinem Pferd nicht.“ Dahinter steht aber immer – der oft im Unterbewusstsein versteckte – Gedanke: „Das traue ich mir nicht zu.“ Oder „Ich bin zu faul, daran zu arbeiten.“

       

      Letzteres ist natürlich nicht so schmeichelhaft.  Aber wenn du etwas verändern möchtest, dann ist es wichtig, dem was ist, glasklar ins Auge zu schauen. Ohne zu bewerten und ohne dich selber runter zu machen und dich abzuwerten. Du machst es mit Sicherheit nicht, um dich oder dein Tier zu ärgern, sondern weil du bisher einfach nicht anders handeln konntest.

       

      Was ist das ist. Aber das heißt überhaupt nicht, dass es so bleiben muss. Und das ist das Gute daran.

       

       

       

      Eine Veränderung bedeutet, eine Grenze im Kopf zu verschieben.

      Eine Veränderung bedeutet, deine Sichtweise auf etwas zu verändern, das Thema anders wahrzunehmen und neue Gefühle entstehen zu lassen.

      Das ist keine kognitive Aktion, sondern etwas, das sich entwickelt. Daher ermutige ich meine Coachees immer, sich selbst und ihren Tieren Zeit zu lassen. Wir wünschen uns so oft, einfach den Schalter umzulegen. Aber meistens ist es ein organisches Wachsen und sich entfalten.

      Eine persönliche Grenze zu verschieben und zu überschreiten bedeutet, neue Gefühle und Gedanken zuzulassen. Das Bild, das du von dir, von deinem Tier und der Welt hast, zu hinterfragen. Das kann extrem spannend und energiegebend sein, aber manchmal auch beängstigend und verunsichernd.

       

      Zielscheibe als Sinnbild für Zielorientierung

      Das Überschreiten einer persönlichen Grenze kann auch bedeuten, dass du im Außen eine Grenze setzt. Ein deutliches und klares NEIN! Kann sehr viel Sicherheit geben.

       

      Die Grenzen deines Tieres akzeptieren

      Grenzen deines Tieres respektieren; Tierkommunikation

      So wie jeder Mensch hat auch jedes Tier seine individuelle Grenze. Die kann sowohl physisch als auch psychisch sein.

      Aus meiner Galga Koko wird wahrscheinlich keine Deutsche Agility Meisterin. Meine Trakehner Stute Smilla wollte lange Jahre nicht im Gesicht gestreichelt werden.

       

      Ich finde es wichtig, dass du auch deinem Tier erlaubst, seine Grenzen klar zu kommunizieren. Auch hier gelten für mich die Phasen: I. Wahrnehmen  II. Annehmen  III. Blockaden auflösen IV. Grenzen erweitern. Aber bitte die Phasen III und IV nur, wenn auch dein Tier dazu bereit ist.

       

      Oft ist es für Menschen schwer, die Grenzen des eigenen Tieres nicht durch die emotional gefärbte Brille zu sehen. Die Grenze besagt weder, dass dein Tier dich nicht mag noch, dass es die Herrschaft über dich oder die ganze Welt übernehmen will.

      Dein Tier hat eigenen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen, die es mit in eure Beziehung bringt. Gleichzeitig spiegelt und beeinflusst ihr euch wechselseitig.

      Also ein kompliziertes Beziehungsgeflecht, bei dem es oft nicht mehr möglich ist, die Ursache zu ermitteln. Das ist auch nicht unbedingt nötig, denn durch eine Veränderung bei dir kannst du bereits eure gesamte Beziehung verändern.

      Eine konkrete Übung kannst du z.B. beim gemeinsamen Gehen mit deinem Tier machen: Wo liegt deine eigene Grenze bezüglich Nähe und Distanz? Ist das bei deinem Tier ähnlich oder hat es eine andere Grenze? Ist dein Tier dir zu nah, dann darfst du das natürlich klar kommunizieren. Und genauso darfst du die Grenze, die dein Tier setzt, akzeptieren. Im Prinzip so, wie du das auch bei einem Menschen machen würdest.

      Wie hältst du es mit Grenzen in Bezug auf die Menschen, denen du begegnest? Sind sie ähnlich nah oder ähnlich weit wie bei deinem Tier? Oder ist es genau entgegengesetzt? Fällt es dir bei deinem Pferd schwer, deine Wohlfühl-Distanz einzufordern? Fällt es dir schwer, deinen Hund von deinem Lieblingsplatz auf dem Sofa wegzuschieben? 

      Wo in deinem Leben würdest du gerne eine Grenze setzen, tust es aber nicht?  Wo in deinem Leben hättest du gerne den Mut, die gesetzten Grenzen zu öffnen?

       

      Jetzt macht es wieder Sinn.

       

      „Die einzige Grenze die existiert, ist die in deinem Kopf.“

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